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Stadthagen Stadt Unterricht mit dem Energiemobil
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Unterricht mit dem Energiemobil
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19:00 12.02.2014
Studenten von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften gehen mit WBG-Schülern auf eine naturwissenschaftliche Entdeckungsreise.  Quelle: pr.
Stadthagen

Stadthagen. Das Energiemobil der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel machte nämlich für zwei Tage Halt am WBG.

Die Studenten Mathis Altevogt und Alexander Siemon von der Fakultät Versorgungstechnik der Ostfalia Hochschule, waren mit dem Energiemobil angereist, um den Zehntklässlern in der Aula unterschiedliche Exponate und spannende Experimente zu zeigen und zu erklären.

Mitgebracht hatten die Studierenden unter anderem den sogenannten Fahrradgenerator. Dieser vermittelte den Schülern hautnah, was geschieht, wenn man beispielsweise gleichzeitig Energiesparlampen, Halogenlampen und Ventilatoren an ein größeres Generatormodell anschließt. Sie erfuhren bei der Anwendung ganz direkt, wie stark sich der Bedarf an Körperkraft beim Zuschalten mehrerer Verbraucher steigert.

Als weiteres interessantes Exponat präsentierten die Studenten das Zeolith-Adsorptionsmodell. Zeolith ist ein ungiftiges Silikat-Mineral, das häufig in der Natur vorkommt und auch synthetisch hergestellt werden kann. Es speichert bis zu 40 Prozent seines Trockengewichtes an Wasser und besitzt eine große innere Oberfläche. Zudem saugt es Wasserdampf an und bindet diesen unter Wärmeabgabe in seine Struktur ein. Dadurch kann es als thermischer Energiespeicher genutzt werden. Anwendungen sind zum Beispiel eine Zeolith-Gas-Wärme-Pumpe, solare Kühlung oder selbstkühlende Getränkefässer.
Mittels der ebenfalls mitgebrachten Thermokamera konnten die am Zeolith-Adsorptionsmodell erzielten Effekte visualisiert und untersucht werden. In der Versorgungstechnik ist die Thermografie außerdem ein wichtiges Werkzeug, um beispielsweise Wärmeverluste, Kältebrücken, defekte Isolierungen oder Undichtigkeiten sichtbar zu machen.

Rüdiger Weiß, der am WBG Mathematik und Physik unterrichtet und den Besuch des Energiemobils organisiert hatte, zeigte sich begeistert von der Präsentation der jungen Studenten. Die Schüler hätten nicht nur wichtige Erkenntnisse im Bereich Energieeffizienz und regenerative Energietechnik sammeln können, wichtig seien zudem die vielfältigen Einblicke in die naturwissenschaftlichen Studiengänge gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Kurz vor dem Schulabschluss herrsche bei Schülern oft noch große Unsicherheit hinsichtlich ihrer Berufs- und Studienwahl. Das Energiemobil sei deshalb besonders attraktiv für Schüler, die sich zurzeit Gedanken um ihre berufliche Zukunft machen würden. Die studentischen Betreuer möchten den Jugendlichen bei solchen Aktionen auf Augenhöhe begegnen, können ihnen etwas über das Studium berichten und stehen als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung. tbh