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Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Unberechtigt Wohngeld beantragt Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Ein 62-jähriger Stadthäger soll 5754 Euro Wohngeld für zwei seiner fünf erwachsenen Kinder in der Zeit von 2009 bis 2013 zugesprochen bekommen haben. Die beiden Minderjährigen lebten in den jeweiligen Zeiträumen jedoch nicht im elterlichen Haushalt. Für diesen Betrug muss sich der Mann nun vorm Amtsgericht verantworten.

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Quelle: Symbolfoto (dpa)

Stadthagen. Auch das die Kinder ihr eigenes Geld an einer Tankstelle verdient hätten, warf man dem Mann vor, Trotzdem hatte der 62-Jährige die Anträge auf Wohngeld unterschrieben. Die Kinder hätten ihm die Formulare übersetzt, da er sie als Türkischstämmiger nicht verstanden hatte. Allerdings habe er im Anschluss versäumt, die Angaben zu überprüfen, meinte Richter Andreas Feldhaus. Allerdings glaube er nicht an ein vorsätzliches Handeln des Angeklagten.

„Zu lax gehandelt“

Der 62-Jährige tat sich schwer, eine Schuld einzugestehen. Doch am Ende der Verhandlung ließ der Stadthäger über seinen Anwalt verlauten, dass er einsehe, „zu lax gehandelt“ zu haben und er seine Kinder in dieser Sache hätte besser kontrollieren müssen. Aus diesem Grund könne er nicht ausschließen, falsche Angaben gemacht zu haben.

Diese Einsicht veranlasste Richter Feldhaus dazu, das Verfahren gegen die Auflage von 300 Euro, die der 62-Jährige an die geschädigte Wohngeldbehörde zahlen muss, einzustellen. Allerdings machte er dem nicht vorbestraften 62-Jährigen klar, dass er sich über die Dinge, die in der Vergangenheit schief gelaufen sind, Gedanken mache. jemi

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