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VHS weiter im Minus

Kursgebühren und Honorare sollen erhöht werden VHS weiter im Minus

Ein Minus steht auch nächstes Jahr als Ergebnis im Entwurf des Gesamthaushaltes der Volkshochschule (VHS) Schaumburg. In dem Haushaltsplan, den Verwaltungsleiter Klaus-Peter Berndt bei der jüngsten Sitzung des VHS-Beirates vorstellte, rechnet die VHS mit einem Defizit von 579 600 Euro.

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Stadthagen (tbh). Damit erhöht sich der Fehlbetrag im Vergleich zu diesem Jahr um 50 000 Euro. Und das, obwohl die Kursgebühren und Honorare erhöht werden sollen (wir berichteten). Auch 2014 lag das Ergebnis mit 577 358 Euro im Minus-Bereich.
Beiratsmitglied Richard Wilmers (WIR) regte an, Möglichkeiten zu suchen, um das erneute Defizit zu reduzieren. Ein Vorhaben, das wie aus dem Entwurf für die nächsten Jahre hervorgeht, nicht zu gelingen scheint.
„Wenn wir die Produktpalette aufrechterhalten wollen, können wir das Defizit nicht auflösen“, erklärte Kreisdezernentin Katharina Augath. Die Personaldecke sei bis 2010 bereits so weit reduziert worden, dass man die Qualität mit noch weniger Mitarbeitern nicht halten könne. Aus Sicht von Augath seien weitere Einsparmöglichkeiten nur noch im Bereich der Aufgaben, die nicht zum VHS-Pflichtprogramm gehören, wie dem zweiten Bildungsweg, gegeben. In diesem Komplex ist laut der Kreisdezernentin die Politik gefragt. Sie müsse den Auftrag erteilen, solche kostenintensiven Kurse einzustellen.
Der Fehlbetrag kann auch durch eine Preiserhöhung offenkundig nicht verhindert werden. Der Beirat der VHS Schaumburg hat sich dennoch für eine Erhöhung der Gebühren und Honorare für Dozenten ausgesprochen.
Ab dem Herbstsemester 2016 sollen die Standardangebote 3,10 Euro statt 2,85 Euro kosten. Für besondere Bildungsmaßnahmen und Lernförderungen werden im Bereich politische Bildung sowie Werte und Normen künftig 2 Euro statt 1,45 Euro fällig. Der Stundensatz für EDV-Kurse für Menschen mit Behinderung soll von 2 Euro auf 2,50 Euro angehoben werden.
Dozenten dürfen sich ab dem Herbstsemester 2016 hingegen über eine Honorarerhöhung freuen. Sie sollen einen Euro mehr pro Unterrichtsstunde erhalten. Für die allgemeinen Angebote steigen die Sätze damit auf 18,50 Euro, bei EDV-Kursen auf 19,50 Euro. Lehrkräfte mit nachgewiesener Qualifikation im Bereich Alphabetisierung, Elementarbildung und Integrationskurse bekommen 22 Euro pro Stunde.
Die letzte Anpassung der Teilnahmegebühren und Honorare wurde 2004 vorgenommen. Kreisdezernentin Augath hält die geplante Erhöhung daher für „angemessen“, zumal die Preise und Stundensätze für Dozenten in den Nachbarlandkreisen immer noch „deutlich“ höher liegen würden.

Direktorin beantragt volle Stelle

Eine Position in der Stellenübersicht des Haushaltsentwurfes 2016 hat während der Beiratssitzung für eine Überraschung gesorgt. Direktorin Undine Rosenwald-Metz ist ab kommendem Jahr mit einer vollen Stelle eingeplant. Als Grund für ihren Antrag auf eine volle Stelle gab Rosenwald-Metz die Doppelbelastung mit ihren Verpflichtungen als Gleichstellungsbeauftragte an. Nach neun Jahren sei die Belastung mittlerweile so hoch, dass eine halbe Stelle nicht mehr ausreiche.

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