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Vater und Sohn sind angeklagt

Mietstreit in Stadthagen Vater und Sohn sind angeklagt

Wenn der Vater mit dem Sohne: Zweimal sollen ein Stadthäger (60) und dessen Sohn (25) im Streit um ausstehende Miete handgreiflich geworden sein.

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Stadthagen. Ein Opfer war demnach die Vermieterin der Familie, eine 34-Jährige aus Wunstorf.
Schläge soll jeweils deren 35 Jahre alter Freund bekommen haben. So steht es in der Anklageschrift von Staatsanwalt Wilfried Stahlhut, über die das Amtsgericht in Stadthagen zurzeit verhandelt. Die beiden Männer machen von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Zum Prozessauftakt sind die mutmaßlichen Opfer vernommen worden.

Im Oktober 2013 soll der Lebensgefährte der Hauseigentümerin einen Faustschlag aufs Auge bekommen haben, nachdem die mutmaßlichen Täter dem Paar aus dem Gebäude bis auf die Straße gefolgt waren. „Sie schrien rum, wir hätten Geld gestohlen“, erinnert sich der Mann, der damals gerade am Arm operiert worden war und sich kaum wehren konnte.

Zunächst soll er in eine Hecke geschubst worden sein. „Gehauen haben sie mich auch. Der Senior schlug mich an die Schläfe, der Junior hielt mich fest.“ Der Frau sollen die Männer ebenfalls zu nahe gekommen sein, wenn auch ohne Schläge. „Er hat mich permanent berührt“, beschreibt sie das Verhalten des älteren Mannes. „Es war richtig eklig.“

Nicht ein einziges Mal, so der Freund der Vermieterin, habe die Familie bis dahin Miete gezahlt. Unterm Strich sollen mehrere tausend Euro Mietschulden aufgelaufen sein. An jenem Tag im Oktober hat die Frau nach eigenen Angaben bei einem Besuch in der Wohnung 400 Euro in bar erhalten, eine Teilzahlung. „Ich war froh, dass ich wenigstens diese 400 Euro bekommen hatte“, sagt die 34-Jährige. „Ich habe nicht verstanden, wie man dann so was machen kann. Wir wollten einfach nur, dass sie sich an den Mietvertrag halten.“

Ende Februar 2014 soll die Situation erneut eskaliert sein, diesmal im Treppenhaus, wo man sich eher zufällig traf. Erst, so heißt es in der Anklage, habe der Sohn zugeschlagen, dann der Vater. Diesmal setzte die Vermieterin Reizgas ein. Auch ihr Lebensgefährte wehrte sich. „Ich habe dem Senior leicht ins Gemächt getreten“, berichtet er.

Außerdem geht es in dem Verfahren um eine Reihe von Vorwürfen ganz anderer Art: Betrug und Unterschlagung nämlich, nach Überzeugung von Staatsanwalt Stahlhut begangen in wechselnder Beteiligung. Einmal sollen 13 Gegenstände, die für eine Versteigerung bestimmt waren, verkauft worden sein, ohne den Erlös von 3800 Euro auszukehren. In einem ähnlichen Fall, der sich um fast 50 Gegenstände aus Österreich zum gleichen Zweck dreht, seien lediglich 600 Euro ausgekehrt worden.

Zu diesen Vorwürfen sowie zwei weiteren mutmaßlichen Betrügereien hat das Gericht noch keine Zeugen vernommen. Der Prozess wird fortgesetzt.   ly

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