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Verein „Väteraufbruch für Kinder“ demonstriert

Protestmarsch für Gleichbehandlung Verein „Väteraufbruch für Kinder“ demonstriert

Väter und Großeltern fühlen sich vom Jugendamt des Landkreises Schaumburg häufig ungerecht behandelt. Der Grund: Lassen sich Eltern scheiden, müssen sich die Kinder oftmals für Vater oder Mutter entscheiden.

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Quelle: SN

Stadthagen. „Nach einer Scheidung wird ein Elternteil meist benachteiligt“, sagt Alexander Miller vom „Verein Väteraufbruch für Kinder Lippe-Weserbergland“, der auch für den Bereich Schaumburg zuständig ist.

 In Deutschland werden laut Statistischem Bundesamt 36 Prozent der Ehen geschieden, davon betroffen sind etwa 170000 Kinder. 90 Prozent der Mädchen und Jungen bleiben nach der Scheidung bei der Mutter. Viele der rund 50 Mitglieder von „Väteraufbruch für Kinder Lippe-Weserbergland“ sind laut Miller selbst betroffen. Meistens sind es Väter, aber immer häufiger auch Großeltern und Mütter.

 Mit einer Demonstration will der Verein am Freitag, 4. September, in Stadthagen seiner Forderung nach Gleichbehandlung geschiedener Eltern Nachdruck verleihen. Denn: „Das Jugendamt des Landkreises und das Amtsgericht Stadthagen haben einen entscheidenden Anteil daran, dass auch im Jahr 2015 Kinder ohne eine Mutter, ohne einen Vater, ohne die Großeltern, oder sogar getrennt von allen Verwandten aufwachsen“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

 Folgender Ablauf ist geplant:

 9.30 Uhr: Start Kreishaus / Jugendamt, Jahnstraße 20

 10.30 Uhr: Fußmarsch zum Amtsgericht, Enzer Straße 12

 11.30 Uhr: Fußmarsch zum Marktplatz Stadthagen

 12.30 bis 14 Uhr: Vorträge von Betroffenen auf dem Marktplatz

 14 Uhr Podiumsdiskussion mit Joachim Baltes (Fachanwalt für Familienrecht), Markus Witt (Bundesvorstand Väteraufbruch für Kinder), Annemie Wittgen (Bundesinitiative Großeltern), Bernd Schrieber (Erziehungsbeistand und Autor), Uwe Kirchhof (Sozialpädagoge)

 15 Uhr: Konzert von Michael Pfennig auf dem Marktplatz

 Das Ende der Veranstaltung ist voraussichtlich gegen 16.30 Uhr. tbh, r

Der Verein

Unter dem Motto „Alle Kinder brauchen Eltern“ setzt sich der Verein „Väteraufbruch für Kinder“ für gemeinsame elterliche Verantwortung nach einer Trennung und die Gleichstellung von nicht ehelich geborenen Kindern und deren Eltern ein. Der Verein wurde 1989 als gemeinnütziger Bundesverein gegründet. Mittlerweile hat der Verein mehr als 3500 Mitglieder im gesamten Bundesgebiet. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Vereins unter www.weserbergland.vaeteraufbruch.de.  r

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