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Verkehrsüberwachung „keine Art von Wegezoll“

Stadthagen / Polizeichef Kanngießer informiert Ratspolitiker Verkehrsüberwachung „keine Art von Wegezoll“

Im ersten Quartal dieses Jahres hat die Zahl der Unfälle in Stadthagen im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 18 Prozent abgenommen. Das hat der Leiter des hiesigen Polizeikommissariats, Wolfgang Kanngießer, während einer Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnungsfragen des Rates, berichtet.

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Die Kreuzung Jahn- und Enzer Straße gilt als die gefährlichste Stelle im Straßenetz der Kreisstadt.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr). In dem Rückgang spiegele sich der harte und lange Winter des Jahres 2010 wider, der Ursache so manchen Unfalls gewesen sei, sagte Kanngießer. Leider habe es im ersten Quartal 2011 aber zwei Unfälle mit Personenschäden mehr gegeben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Ungewöhnlich hoch sei hier aber die Zahl der Unfälle im vergangenen April gewesen. In diesem Zeitraum habe es 18-mal gekracht, im April 2010 waren es nur sieben Unfälle gewesen. Für den Monat Mai tat der Polizeichef seine Hoffnung kund, dass „wir von den negativen Auswirkungen des erlebnisorientierten Motorradfahrens verschont bleiben“.

Kanngießer betonte, dass die Polizei in Stadthagen ihre ohnehin schon recht hohe Intensität der Verkehrsüberwachung noch weiter verstärken wolle, um Verkehrssünder zu stellen. Das sei „keine Art der Erhebung von Wegezoll“, fuhr der Polizeichef fort, wie oft gefrotzelt werde. Das Ziel, damit die Verkehrssicherheit noch weiter zu erhöhen, sei wichtig, „da jeder einzelne Unfall, vor allem wenn es Verletzte gibt, ein hohes Maß an Leid beinhaltet, das es präventiv so gut wie möglich zu vermeiden gilt“.

Im Stadtgebiet gibt es nach Angaben Kanngießers keine sogenannte Unfall-Häufungsstelle. So heißt im Amtsdeutsch eine Stelle, an der mindestens fünf Unfälle gleicher Art in einem Jahr oder drei Unfälle gleicher Art mit Schwerverletzten passiert sind. Dann entsteht Handlungsbedarf. Die kreisweite Unfall-Kommission empfiehlt in einem solchen Fall geeignete Maßnahmen.

Kanngießer griff einen Hinweis der Ausschussvorsitzenden Ulrike Koller auf, die Kreuzung Jahn-/Enzer Straße gelte in der Bürgerschaft als unfällträchtig. Es handele sich in der Tat um die derzeit kribbeligste Stelle im Stadtgebiet, aber vom Kriterium eines offiziellen Unfall-Schwerpunkts sei das Geschehen dort noch ein Stück entfernt. Gleichwohl werde die Polizei diese Kreuzung künftig verstärkt in den Blick nehmen.

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