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Viel Raum in Wendthagen

Stadthagen / Bauplätze Viel Raum in Wendthagen

Das Eigenheim auf dem Land wurde lange Zeit als Optimum angesehen. Das hat sich geändert: Grundstücke im Ländlichen sind längst nicht mehr so beliebt wie früher.

Stadthagen. Baulücken werden vor allem stadtnah geschlossen – wenn überhaupt noch gebaut wird.

 Achim Lüders, Leiter des Immobilienzentrums der Sparkasse Schaumburg, erklärt: „Der Immobilienmarkt erholt sich nur langsam von den Krisen.“ Die Grundstimmung sei aber positiv: „Der Landkreis hat immer noch gute Voraussetzungen.“ Als Beispiele nennt Lüders die günstige Verkehrsanbindung und die Nähe zu Hannover.

 Jeden Hausbauer überzeugt das nicht. „Die Bautätigkeit hat in den letzten Jahren etwas stagniert“, sagt Gerd Hegemann vom Fachbereich Planen und Bauen der Stadt Stadthagen. „Der demografische Wandel spielt eine wichtige Rolle“, führt Hegemann aus. Auf die fußläufige Erreichbarkeit wichtiger Eckpunkte komme es den Interessenten an. Supermärkte, Apotheken und Arztpraxen müssen also in greifbarer Nähe liegen. Die 48 brachliegenden Bauplätze in Wendthagen scheinen diese Tendenz zu bestätigen. Trotzdem möchte Hegemann nicht von überregionalen Trends auf die spezielle Situation in Stadthagen schließen: „Das sind Prozesse, die ich nicht zu hundert Prozent erklären kann.“ Zusätzlich zu den Ladenhütern an der Bergkette zählt das Baulückenkataster 103 weitere freie Bauflächen. 58 davon liegen in der Kernstadt, sieben in Reinsen, 13 in Probsthagen, 14 in Obernwöhren und elf in Krebshagen.

 Dass Baulücken eher innerhalb der Stadt geschlossen werden, zeigen die Positivbeispiele. „Das kommunale Bauland am Johannishof konnte vor einigen Jahren sehr schnell an den Mann gebracht werden“, sagt Hegemann. Immobilienfachmann Lüders ergänzt: „Im letzten Jahr wurden an der Herminenstraße relativ schnell viele Grundstücke verkauft.“

 Lüders möchte aber keinem Teil Stadthagens „die Krone aufsetzen“. Wegen des Bevölkerungsrückgangs füllen sich aber auch beliebte Baugebiete mitunter langsam. Entsprechend sei das Preisniveau gesunken. „Zu Spitzenzeiten bezahlte man in der Kernstadt 150 bis 180 Euro pro Quadratmeter“, erklärt Hegemann. Heute erstreckt sich die Preisspanne meist von 65 bis 100 Euro je Quadratmeter.

js

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