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Viele Stimmen für ein Freibad

Bürgerversammlung Tropicana Viele Stimmen für ein Freibad

Viele Stimmen pro Freibad sind gestern auf dem Bürger-Infoabend der Stadt zum Thema „Weiterentwicklung des Tropicana“ zu hören gewesen. Rund 60 Gäste wollten sich im Ratssaal über die Pläne informieren lassen. Die Diskussion verlief teilweise zwar lebhaft, blieb aber weitgehend in sachlichem Rahmen.

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Lebhafte Debatte: Kerstin Thieler gehört zur Gruppe der Freibad-Befürworter.

Quelle: rg

Stadthagen. Einleitend stellte Helmut Kirchhöfer, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe, Kostenkalkulationen für ein Bewegungsbecken und für ein Freibad dar. Ein Bewegungsbecken koste demnach 1,7 Millionen Euro und ließe sich mit einer „schwarzen Null“ bewirtschaften. Für ein Freibad wurden hingegen als Investition zwischen 3,0 und 4,4 Millionen Euro veranschlagt, das jährliche Defizit auf 200.000 Euro taxiert.

Johannes Wilkening schlug vor, die Stadt solle auf ein Bewegungsbecken verzichten und stattdessen – gerade auch im Sinne von Stadthäger Nutzern – mit einem überschaubaren Betrag die Sanierung der „Badewonne“ in Nordsehl mitfinanzieren. Mit dem eingesparten Geld könne in der Kreisstadt ein „Freibad in abgespeckter Form“ errichtet werden, für das es einen großen Bedarf gebe. Eva Burdorf plädierte ebenfalls für ein kleines Freibad, „von dem alle etwas hätten und nicht nur eine gewisse Zielgruppe wie beim Bewegungsbecken“.

Franz Schnitker forderte ein Freibad auch deshalb, weil das Eintrittsgeld dort niedriger gehalten werden könne als im Tropicana. Im Sommer treffe man viele Stadthäger in Freibädern der Umgebung an, das müsse geändert werden. Ähnlich Kerstin Thieler von der Initiative „Pool Challenge“: „Viele Familien können sich das Tropicana nicht leisten.“ Sie versicherte, ihre Initiative werde weiterhin für ein Freibad kämpfen, auch wenn die Umsetzung dieses Zieles eventuell geraume Zeit in Anspruch nehmen könnte.

Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos) bekräftigte mit kritischem Blick auf Vertreter der rot-grünen Ratsgruppe seine Auffassung, man dürfe den Bürgern „nicht vorgaukeln, dass sowohl ein Bewegungsbecken als auch ein Freibad gehen“. Daher plädiere er für eine Bürgerbefragung, in der die Bevölkerung ein Votum für eine der beiden Optionen abgeben könne. Theiß erhielt kräftige Unterstützung durch WIR-Ratsherr Richard Wilmers und von Jürgen Burdorf.

Das sei „Augenwischerei“, entgegnete SPD-Ratsfrau Ute Hartmann-Höhnke. Denn der politische Entscheidungsprozess sei schon weiter, nämlich dass mit erster Priorität und bereits 2016 das Bewegungsbecken gebaut werde. Das schließe aber langfristig ein Freibad durchsaus nicht aus, ergänzte SPD-Ratsherr Thomas Pawlik: „Die Politik muss sich dem Wunsch nach einem Freibad öffnen“, plädierte er mit Nachdruck. ssr

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