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Stadthagen Stadt Vier Radweg-Projekte in 2018
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Vier Radweg-Projekte in 2018
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16:30 11.03.2018
Vor der Bahnbrücke beidseitig Schutzstreifen, dahinter ein Geh- und Radweg: das ist der Plan für die Lauenhäger Straße. Quelle: rg
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Stadthagen
  • Als erste und wichtigste Maßnahme nennt Bauamtsleiter Gerd Hegemann den Neubau der Einmündung der Lauenhäger- in die Vornhäger Straße. Im Zuge der Neugestaltung dieses Knotenpunktes werden die Radfahrer auf der Vorhänger Straße vom Ostring kommend künftig etwa 200 Meter vor der Einmündung von einem Schutzstreifen auf das Hochbord geführt. Dazu werden Radler bei der Ampelanlage eine noch ausgedehntere Grünphase als ohnehin schon erhalten. „Das alles wird die Sicherheit in diesem Bereich für Radler optimieren“, fügt Hegemann hinzu. Die Gesamtkosten für den Neubau der Kreuzung werden auf 300 000 Euro geschätzt.
  • Auf der Lauenhäger Straße sollen zwischen der Teichstraße und der Eisenbahnbrücke beidseitig auf der Fahrbahn Schutzstreifen angelegt werden (Kostenpunkt: 6000 Euro). Nördlich der Brücke wird auf der östlichen Seite stadtauswärts für 15 000 Euro ein Geh- und Radweg ausgebaut. An der Kreuzung mit der Industriestraße sollen die Radler durch die Ampelanlage sicher auf den Radweg in Richtung Lauenhagen auf der westlichen Straßenseite geführt werden.
  • An der Jahnstraße im Abschnitt zwischen der Straße Am Ziegelhof und der Enzer Straße werden auf dem Geh- und Radweg stehende Linden gefällt. Anschließend wird die Seitenanlage neu gepflastert (Kosten: 18 000 Euro). Das Ganze soll die Sicherheit der Radler vor der vielbefahrenen Kreuzung erheblich erhöhen.
  • Ebenfalls an der Jahnstraße, und zwar im selben Abschnitt auf der Seite des Teiches, wird für 30 000 Euro erstmals eine Straßenbeleuchtung eingerichtet, die das Radeln deutlich sicherer machen soll.

Zwei größere weitere Fahrradweg-Projekte, die einmal schon recht konkret ins Auge gefasst worden waren, sind von der Politik hingegen auf unbestimmte Zeit verschoben worden: die Oberntorstraße und die Enzer Straße. „Eigentlich wäre der Ausbau an diesen stark verkehrsbelasteten Straßen äußerst wünschenswert, aber es scheitert schlicht und einfach am Geld“, schildert Hegemann.

An der Oberntorstraße und der Straße St. Annen müsste die Stadt den Ausbau eines Geh- und Radweges für fast 500.000 Euro selber finanzieren, da das Land diese Kosten nicht übernimmt. Das erscheint der Politik aus der Stadtkasse derzeit unbezahlbar.

Völlig utopisch

Auf der Enzer Straße, wo an die Einrichtung von Schutzstreifen gedacht ist, müsste die Fahrbahn verbreitert werden. Denn das Land als Straßenbaulastträger verlangt bei Vorhandensein von Schutzstreifen eine Fahrbahnbreite von 5,50 Meter. Die Fahrbahn der Enzer Straße ist aber nur 4,50 Meter breit. „Die Anforderung des Landes ist durchaus nachvollziehbar, wenn man sich die Verkehrsdichte und die Anzahl der Lastwagen auf dieser Straße anschaut“, bemerkt der Bauamtsleiter. Der deswegen erforderliche Ausbau der Enzer Straße würde „einen siebenstelligen Betrag“ kosten, so Hegemann – für die Stadt völlig utopisch.

„Sehr wünschenswert“, so Hegemann weiter, wären Schutzstreifen als das derzeit vom Gesetzgeber bevorzugte Mittel, um Radfahrer an weiteren Einfallstraßen der Stadt zu führen, also auch an der Vornhäger-, der Habichhorster-, und der der Nordsehler Straße. „Ein wichtiger Vorteil wäre das einheitliche System.“ Doch auch hier scheitert die Sache an zu geringen Fahrbahnbreiten. ssr

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