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Volksbank-Fusion beschlossen

Hameln-Stadthagen und Bad Münder werden eins Volksbank-Fusion beschlossen

Die Fusion ist in trockenen Tüchern: Einstimmig haben die 347 anwesenden Mitglieder der Vertreterversammlung der Volksbank Hameln-Stadthagen gestern Abend die Verschmelzung mit der Volksbank Bad Münder beschlossen.

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Stadthagen. Tags zuvor hatten die Vertreter des Juniorpartners in Bad Münder, dessen Größe im Vergleich zur Volksbank Hameln-Stadthagen etwa ein Sechstel beträgt, diesem Schritt ebenfalls nahezu einmütig zugestimmt (wir berichteten). Die Verschmelzung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2016 in Kraft.

In seiner Rede hatte der Vorstandsvorsitzende Michael Joop zuvor in der Versammlung für die Fusion geworben. Diese „macht absolut Sinn“, sagte er, „auch vor dem Hintergrund weiter steigender Anforderungen durch das Dauer-Niedrig-Zinsniveau und die Regulatorik“. Durch eine gemeinsame Bank würden „die Wirtschaftsräume Hameln-Pyrmont und Schaumburg mit ihren mittelständischen Kunden weiterhin gestärkt“. Die „Identität und die kundenorientierte Ausrichtung“ des Instituts werde durch die Fusion bekräftigt. Nicht zuletzt könne die Bank durch die künftige Größe ihren Mitarbeitern entsprechende Aufstiegschancen bieten.

Vorstand Klaus Meyer nannte als weitere Vorteile des Zusammenschlusses, dadurch würden „Synergien gehoben, Kosten gespart und Doppelarbeit vermieden“.

Die fusionierte Bank trägt den Namen Volksbank Hameln-Stadthagen. Zu den bisherigen Hauptstellen in Hameln und Stadthagen kommt eine in Bad Münder hinzu. Vorstandschef bleibt Joop. Die gemeinsame Bank hat 78.000 Kunden und 294 Mitarbeiter. Die Bilanzsumme beläuft sich auf rund 1,45 Milliarden Euro, das betreute Kundenvolumen beträgt 2,65 Milliarden Euro.

Im allgemeinen Teil seiner Rede hatte Joop heftig die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank kritisiert. Wegen dieser würden „durch den de facto nicht mehr vorhandenen Zins die Sparer bestraft und noch größere Löcher in die häufig nicht optimale Altersvorsorge vieler Menschen gerissen“. Auch die Banken spürten die Auswirkungen: „Durch rückläufige Zinsüberschüsse verschlechtert sich die Ertragslage ganz automatisch, sodass weniger Spielraum für Eigenkapitalbildung und Substanzstärkung zur Verfügung steht.“

Das habe sich im Geschäftsjahr 2015 auch für die Volksbank Hameln-Stadthagen gezeigt: „Trotz eines gutenKundengeschäfts, trotz gesteigerter Produktionserträge und trotz einer hohen Kostendisziplin ist unser Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr gesunken – eine Tendenz, die wegen des Niedrigzinsniveaus nicht aufzuhalten sein wird.“ Gleichwohl erzielte die hiesige Volksbank 2015 einen Bilanzgewinn von 2,65 Millionen Euro. Die Vertreterversammlung beschloss, daraus eine Dividende auf die Geschäftsguthaben von fünf Prozent zu zahlen.
Mit beißender Ironie ging Joop auf die von ihm kritisierten drastisch zunehmenden regulatorischen Vorgaben im Bankenwesen ein. „Unserer Branche wird noch stärker auf die Finger geschaut als der Atomindustrie, das ist prima“, ätzte er.

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