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00:18 13.06.2018
Bitte lächeln: Die besten Schützen und die Chargierten haben sich für ein Erinnerungsfoto aufgestellt. Quelle: sk
Stadthagen

Dicht gefüllt war auch der Landsberg’sche Hof beim stimmungsvollen Zapfenstreich am Sonnabendabend. Und am Lichtpunktschießen haben sich soviele Kinder beteiligt wie nie. Das Schützenfest 2018, vor allem gekennzeichnet durch hohe Teilnehmerzahlen, ist nach Meinung der Organisatoren bestens gelaufen.

Dennoch: Nach überschwänglichen Worten war Bürgermeister Oliver Theiß am Sonnabendmittag nicht zumute. Die Stimmung sei getrübt. Vor der Ehrung des „Besten Schusses“ im Ratskeller gab Theiß bekannt, dass Peter Scheffel, 30 Jahre (bis 2009) Adjutant im Historischen Stadthäger Schützenfest, an diesem Tag verstorben war. Theiß: „Scheffel war eine Institution beim Schützenfest. Sein Tod überschattet alles.“

Lob für die Chargierten

Es falle schwer, zum Normalen überzugehen. Es wäre aber sicher „Peters Wunsch gewesen, dass wir uns treffen und das Schützenfest fröhlich zu Ende bringen – mit dem Respekt, den er verdient.“ Sein Tod hat auch Scheffels Nachfolger als Adjutant, Jörn Paeger (in diesem Jahr Major), tief getroffen: „Das war ein Dahlschlag.“

Zur anstehenden Ehrung der besten Schützen, deren Namen bereits am Vorabend feststanden, hob Paeger besonders die hervorragenden Leistungen der Chargierten hervor.

150 Kinder marschieren

Eine kleine Marschleistung stand vor dem Vergnügen: Mehr als 150 Kinder sind am Sonnabendnachmittag von der Schule Am Stadtturm losgelaufen – mit den Eltern und den Chargierten, voran der Fanfaren- und Majorettenkorps Antendorf. Ziel war die Festhalle, wo Feuerwehr und Technisches Hilfswerk Spiele für die Mädchen und Jungen aufgebaut hatten und der Schützenbund Stadthagen zum Lichtpunktschießen einlud. 111 Kinder beteiligten sich am Wettbewerb – eine riesige Zahl, über die sich der Vorsitzende des Schützenbundes, Thomas Bresche, freute.

Rottmeister und Chargierte marschieren zum Zapfenstreich. Foto. sk

Nachdem der herkömmliche Schießwettbewerb mit zuletzt nur einer Handvoll Teilnehmern 2016 vom Lichtpunktschießen abgelöst und in die Festhalle verlegt wurde, war die Teilnehmerzahl spontan auf über 80 gestiegen. In diesem Jahr belegte bei den Jahrgängen ab 2006 Root Ruslan den ersten Platz, gefolgt von Cedrik Teubner und Emma-Marie Seidel. Bei den Älteren siegte Giounous Netzati. Die Plätze zwei und drei erreichten Djan Altewulf und Celina Teubner. Für alle Kinder in der Festhalle und für die Gäste gab es reichlich Zuckerkuchen und Brause. sk