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Vom attraktiven Gewerbestandort zum Leerstand

Vornhäger Straße in Stadthagen Vom attraktiven Gewerbestandort zum Leerstand

Stadteinwärts wird es immer trauriger: Wer über die Vornhäger Straße aus Richtung Bad Nenndorf in die Kreisstadt fährt, wird zunächst von florierendem Gewerbe empfangen. Nicht gerade attraktiv sind hingegen die verlassenen Gebäude an der Pforte zur Altstadt.

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Der alte Ratio-Textilmarkt soll nach Wunsch der Stadtverwaltung abgerissen werden.

Quelle: rg

Stadthagen. Die ehemalige Moschee sollte eigentlich zugunsten einer sichereren Verkehrssituation an der Unfallkreuzung Vornhäger Straße/Lauenhäger Straße weichen. Einen  Kreisel wird es dort zumindest vorerst nicht geben. Und auch der ehemalige Ratio-Markt dort steht schon seit Jahren leer.

 Wenn es nach dem Willen der Stadt geht, soll auch das Gebäude abgerissen werden. Aber was dann? Wohnbebauung oder Gewerbeansiedlung? Ein Gutachten soll diese Frage nun klären, wie Bauamtsleiter Gerd Hegemann auf SN-Anfrage mitteilt.

 Das bisherige Einzelhandelskonzept sah gewerbliche Ansiedlung im Bereich des ehemaligen Ratio-Marktes in Konkurrenz zur Altstadt, erklärt der Bauamtsleiter. Nun soll das Gutachten als ein wichtiger Baustein der Bauleitplanung zeigen, ob sich die Ansiedlung von Einzelhandelsunternehmen in dem Bereich lohne und welche Auswirkungen das für die dauerhafte Entwicklung der Altstadt habe.

Am Stadteingang hat sich einiges getan

Laut Hegemann könne das Randgebiet an der Vornhäger Straße beispielsweise für Einzelhandelsunternehmen attraktiv sein, die sich aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht in der Altstadt ansiedeln könnten oder einen großen Parkplatz bräuchten, für den in dem Bereich an der Vornhäger Straße mehr Platz vorhanden sei.

 Am Stadteingang, aus Richtung Bad Nenndorf kommend, hat sich in den vergangenen Jahren hingegen einiges getan. Wirtschaftsförderer Lars Masurek spricht von einer „guten gewerblichen Entwicklung“.

 Dazu gehören laut Masurek zum Beispiel auch Neuansiedlungen im Gewerbegebiet Großes Klosterfeld wie Leonhard Metalltechnik aus Bad Nenndorf oder attraktive Nachnutzungen wie das Autohaus Wecke, das am neuen Standort nun die Automeile komplettiert. Investitionen in bestehende Unternehmen wie bei BMW oder dem Autohaus Schulze würden ebenso zur Attraktivitätssteigerung der Einfallstraße beitragen.

 Der gute Eindruck erstreckt sich bis zu dem Areal an der Einmündung des Ostrings. Der Bereich habe durch die Umnutzung des Autohauses durch die Schaumburger Nachrichten und das Café do Brasil „nicht nur eine besondere gewerbliche-, sondern auch eine positive, städtebauliche Entwicklung erfahren“.

16.200 Fahrzeuge täglich

Zusätzlich gibt es nach Worten des Wirtschaftsförderers für zwei noch vorhandene Restflächen aktuelle Planungen beziehungsweise Investitionsvorhaben. Dabei stünden vor allem die Vornhäger Straße und die davon abzweigende Straße Am Helweg im Fokus der gewerblichen Entwicklung und Ansiedlung. Die Nachfrage sei vorhanden, zumal Gewerbetreibende meist dorthin ziehen, wo sich bereits etwas Positives entwickelt habe. „Die Lage ist attraktiv durch die gute Erreichbarkeit (auch von außerhalb) sowie durch die bereits vorhandene hohe Kfz-Frequenz“, erklärt Masurek.

 Mit 16.200 Fahrzeugen sind an der Vornhäger Straße täglich erheblich mehr Autos unterwegs als beispielsweise auf der Oberntorstraße (11.600), an St. Annen (7000), der Lauenhäger Straße (6700) und der Enzer Straße (9800). Das ist das Ergebnis einer Verkehrszählung von April 2010.

 Weniger schön ist die Situation für Fußgänger und die rund 480 Radfahrer, die laut der Verkehrszählung von 2010 täglich an der Einmündung zu der Straße Am Helweg vorbeifahren. Dort ist nach Angaben der Stadtverwaltung ein Umbau des Gehweges zwischen der Julianenstraße und dem Treischfeld sowie ein Schutzstreifen entlang der gesamten Vornhäger Straße geplant. tbh

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