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Stadthagen Stadt Von Wirtschaftskompetenz und prekären Lebenslagen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Von Wirtschaftskompetenz und prekären Lebenslagen
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00:16 22.05.2016
Marja-Liisa Völlers und Ralph Tegtmeier präsentieren sich den Stadthäger Genossen. Quelle: ssr
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Stadthagen

„Von Haus aus Schaumburger“ sei er, warb der Bad Nenndorfer Tegtmeier um Sympathie unter den Stadthäger SPD-Leuten: „Meine Familie ist seit 400 Jahren hier ansässig.“ Dem setzte die Münchehägerin Völlers mit Blick auf ihre berufliche Tätigkeit an der IGS in Stadthagen entgegen: „Ich bin die Einzige, die den ganzen Wahlkreis vertreten kann.“ Denn sie wohne und wirke parteipolitisch im Landkreis Nienburg und arbeite hauptberuflich in Schaumburg.

 Beide verwiesen auf ihre unterschiedlichen beruflichen Kompetenzen. Tegtmeier, der bei den VGH Versicherungen Abteilungsleiter für industrielle Sachversicherungen ist, betonte, dadurch wisse er, „wie wirtschaftliche Zusammenhänge laufen“. Zudem habe er viel Erfahrung in Personalführung. Die Lehrerin Völlers hingegen hob hervor, sie arbeite mit Schülern aus allen sozialen Schichten, speziell auch in prekären Lebenslagen, weswegen sie soziale Kompetenz authentisch verkörpere.

 Dass sie über Wahlkampferfahrung verfügen, schilderten beide Bewerber. Dazu hätten seine vielfältigen parteipolitischen Ämter und Mandate beigetragen, sagte Tegtmeier. Kontrahentin Völlers erwähnte, sie sei im Wahlkampfteam des SPD-Landtagsabgeordneten Grant Hendrik Tonne.

 Akzente zu setzen versuchten beide Bewerber vor allem beim Thema soziale Gerechtigkeit. Tegtmeier plädierte unter anderem für eine stärkere Umverteilung zugunsten ärmerer Schichten mit steuerlichen Mitteln. Außerdem müsse über die Rente mit 67 geredet werden. Völlers bekundete beispielsweise, der Mindestlohn sei ihr zu gering. Zudem warb sie für Einführung einer Vermögenssteuer. Nicht zuletzt plädierte sie für kostenlose Kita-Plätze.

 Der hiesige SPD-Bundestagskandidat wird am 24. Juni auf einer Delegierten-Wahlkreiskonferenz gekürt. ssr

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