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Von der Fürsorge in die Teilhabe

Geld für Inklusion Von der Fürsorge in die Teilhabe

Die Inklusion behinderter Menschen dürfte in den kommenden drei Jahren nicht nur in der Stadthagen, sondern in ganz Schaumburg einen Schritt nach vorne machen. Mit rund 192.000 Euro vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird ein neues Angebot des Betreuungsvereins Bubis gefördert.

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Das neue Angebot der Bubis soll die Inklusion vorantreiben.

Quelle: dpa

STADTHAGEN/LANDKREIS. „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ ist das Stichwort, unter dem Menschen mit Behinderungen direkte Hilfe von Betroffenen bekommen sollen. „Damit kommen wir von der Fürsorge in die Teilhabe behinderter Menschen – ein Paradigmawechsel, den ich super finde“, sagt Andreas Landmann von Bubis.

Zu innovativ

Themen wie Mobilität, Arbeit oder Schul-Assistenz sollen den Interessierten unkompliziert vermittelt werden. Über Internet, Telefon und eine zentrale Beratungsstelle in barrierefreien Räumen in der Stadt sollen Menschen die Beratung in Anspruch nehmen können. Gerne hätte Landmann auch ein Beratungsmobil durchgesetzt. „Aber diese Vision war wohl etwas zu innovativ“, sagt er lachend. Stattdessen werden Ansprechpartner eventuell monatlich in den Rathäusern verschiedener Kommunen anzutreffen sein.

Lernen von der Lebenshilfe

Drei Kräfte stehen für das Projekt zur Verfügung: Maik Behrendt, Sabrina Grimpe und Sunita Schwarz als Koordinatorin teilen sich eine Planstelle und werden ein Jahr lang von der Lebenshilfe Hannover fortgebildet. Landmann setzt in der Praxis vor allem auf das „gute Netzwerk gewachsener Projekte. Alles werden wir nicht selbst machen können, aber besondere Fälle an die Stelle mit der richtigen Kernkompetenz verweisen können“. Einen ganzen Pool ehrenamtlicher Hilfe möchte er langfristig mobilisieren.

Dennoch gebe es viele Betroffene, die davor zurückschreckten, Hilfe bei einer Behörde zu suchen. Die „niederschwellige Beratung“ solle diesen Menschen die Möglichkeiten von Bundesteilhabegesetz und Sozialsystem aufzeigen.

Das Projekt wird nicht nur gefördert, sondern auch wissenschaftlich evaluiert.  geb

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