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Stadthagen Stadt Von neun Musen geküsst
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Von neun Musen geküsst
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00:19 10.12.2014
Raoul Schrott erklärt die Theogonie. Quelle: mak
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Stadthagen.

Im Kaminsaal des Schlosses hat Schrott auf Einladung des Kulturvereins seinen Zuhörern die Theogonie näher gebracht. „Geschrieben wurde das Werk um 700 vor Christus, das kann heute durch mehrere Schriften relativ genau belegt werden“, so der Literat. Der Verfasser Hesiod erzählt in seinem Werk, wie Himmel und Erde einst entstanden.

Zu Beginn des Buches dreht sich alles jedoch erst mal um die neun hesiodischen Musen. Diese hauchen Hesiod ihre Stimme ein und taufen ihn so zum Sänger der Theogonie. „Am Fuße dieses Musentales, wo Hesiod selbst geboren ist, gab es ein Museum mit Motivgaben für den Musenkult“, erklärte Schrott. Der Name Museum wurde übrigens von den Musen abgeleitet, wie der Autor ergänzte.

Um die Musen zu rufen, waren rituelle Tänze nötig, da diese den Mythen nach in der Unterwelt verweilten. Diese entstiegen am Fuße des Musentals aus dem Brunnen Hippocrene, den das geflügelte Ross Pegasus aus einem Gipfel geschlagen haben soll.

Obwohl es sich bei Hesiods Theogonie nicht um leichte Kost handelt, konnte Schrott die Inhalte dieses Werkes verständlich vermitteln. Das machte sich vor allem in der anschließenden Fragerunde bemerkbar, in der einige Besucher durch ihre, wie Schrott lobend erwähnte, gute Auffassungsgabe auffielen. mak

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