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Stadthagen Stadt Vor Gericht: Autoschrauber auf Einbruchstour
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Vor Gericht: Autoschrauber auf Einbruchstour
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00:16 19.11.2016
Quelle: dpa
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Stadthagen

Sie müssen 600, 800 und 3000 Euro zahlen.

In zwei Fällen taucht die Strafe im polizeilichen Führungszeugnis auf, weil die Grenze von 90 Tagessätzen jeweils überschritten ist. Zugunsten der Angeklagten berücksichtigte Richter Andreas Feldhaus vor allem deren Geständnisse. Zwei der drei Männer sind zwar vorbestraft, jedoch keiner von ihnen einschlägig. Weil Polizisten das Trio auf frischer Tat ertappt hatten, war es beim Versuch geblieben.
Der Einbruch selbst gestaltete sich offenbar eher leicht. Einer der Mindener soll nämlich bereits im Juli 2014 in dasselbe Autohaus eingedrungen sein und auch Schlüssel mitgehen lassen haben – neben einem Laptop und zwei Navigationssystemen. Die Schlüssel wurden dann möglicherweise beim zweiten Einbruch verwendet.

Verfahren um vorausgegangenen Einbruch eingestellt

Ob es tatsächlich so war, bleibt offen, weil Richter Feldhaus das Verfahren um den vorausgegangenen Einbruch einstellte. Begründung: Eine Bestrafung würde kaum weiter ins Gewicht fallen. Genauso verfuhr das Gericht mit einer dritten Tat: Im September 2014 soll einer der Mindener die Eingangstür eines anderen Stadthäger Autohauses aufgehebelt und Waren im Gesamtwert von mehr als 400 Euro erbeutet haben.

Autohaus war mit Alarmanlage gesichert

Der Abend im November 2014, der mit der Festnahme des Trios endete, hatte in einer Mindener Schrauberwerkstatt begonnen. Die Männer „fuhren los, um eine Bremsanlage zu besorgen“, wie einer von ihnen vor Gericht zu Protokoll gab. Auf dem Gelände will er dann „ein ungutes Gefühl bekommen“ haben, doch ein Kumpel sei bereits „im Gebäude drin“ gewesen. Allzu groß können die Bedenken nicht gewesen sein, denn der Mindener räumte ein: „Hätte ich eine Bremsanlage gesehen, hätte ich sie wohl mitgenommen.“

Dazu blieb jedoch keine Zeit. Nicht auf der Rechnung hatten die 31 und 36 Jahre alten Männer nämlich, dass das Autohaus mit einer Alarmanlage gesichert war. Wenn die Anlage anschlägt, erhält der Autohändler einen Anruf. Die Polizei war ebenfalls schnell vor Ort, wie sich ein Beamter als Zeuge vor Gericht erinnerte. Ein aufmerksamer Passant hatte Lichtkegel gesehen und auf der Wache angerufen. Der Autohändler und die Polizisten trafen gleichzeitig ein. ly

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