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Vor dem Erfrierungstod gerettet

Ehepaar beweist Mut Vor dem Erfrierungstod gerettet

Wer jetzt bei Minusgraden an der Straße sitzenbleibt und sich nicht von der Stelle bewegen kann, droht zu erfrieren. Dieses Schicksal drohte einem Mäusebussard. Ein Ehepaar aus Hessisch-Oldendorf hatte den fast regungslosen Greifvogel am Dienstag aufgefunden und in die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen gebracht.

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Der Bussard scheint äußerlich unverletzt zu sein.

Quelle: sk

Stadthagen. „Genau richtig“, sagt Svenja Schönlau, tierärztliche Fachangstellte in der Station. Wilfried und Marie Steimer hatten auf ihrem Weg nach Uchte den Greifvogel an der Bundesstraße auf der Erde sitzen sehen. Nach vier Stunden kamen sie auf ihrem Rückweg an der gleichen Stelle vorbei – „und der Vogel saß immer noch da“, so Marie Steimer. Augenscheinlich konnte sich das Tier nicht vom Fleck bewegen. Das Ehepaar hielt an, bewies ein bisschen Mut und verfrachtete das Tier in sein Auto. Wohin er den verletzten Vogel bringen wollte, war Wilfried Steimer klar. Er wusste dass, es in Schaumburg eine Einrichtung gab, die Fundtiere, auch verletzte Tiere, aufnimmt. Beim Naturschutzbund habe er sich schlau gemacht, so Steimer und dann die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen angesteuert. Dort nahm Svenja Schönlau den benommenen Vogel in Empfang.

Wahrscheinlich mit Auto zusammengestoßen

Äußerlich konnte die Stationsmitarbeiterin keine Verletzungen erkennen. Wahrscheinlich sei das Tier mit einem Auto zusammengestoßen, vermutete Jürgen Müller, Leiter der praktischen Tierpflege in der Einrichtung. Vorsorglich verabreichte Schönlau dem Greifvogel abschwellend wirkendes Cortison, ein Schmerzmittel und Vitamin B. Dann wurde der Vogel in eine Box gelegt, wo er regungslos liegenblieb – hoffentlich, um sich zu erholen und die Benommenheit abzuschütteln. Auf den Bussard haben Schönlau und Müller nun ein Auge. „Wenn er steht und frisst, kommt er in eine Voliere“, so der Tierpfleger. Und wenn der Bussard dort seine Flugkünste demonstriere, könne er wieder in die Freiheit entlassen werden.

Sechs Mäusebussarde leben derzeit in der riesigen viele Meter hohen Voliere. Freigelassene Tiere kommen laut Müller gern zurück, war es in der Station doch so bequem, an Futter heranzukommen.

Wer sich nicht zutraut, ein gefundenes verletztes Tier anzufassen oder sich unsicher in der Situation fühlt, kann alternativ die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen, Telefon (05725) 708730, anrufen oder die Polizei. sk

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