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Vorerst kein neues Bauland

Remeringhausen: Bauausschuss erwartet geringeren Flächenbedarf wegen rückläufiger Einwohnerzahl Vorerst kein neues Bauland

Um eine 2000 Quadratmeter große Grünfläche an der Heuerßer Straße in Remeringhausen ist es in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses des Rates gegangen. Im April hatten sich die Eigentümer des Areals an die Stadtverwaltung gewandt, um das Gebiet über eine Änderung des Bebauungsplans als Wohnbauland zu entwickeln.

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Stadthagen. Bis vor zehn Jahren war die Fläche als Baugebiet vermerkt gewesen, doch schon damals entschied sich die Stadtverwaltung wegen der sinkenden Bevölkerungszahlen in den Ortsteilen, Wohnbebauung dort nicht zu fördern. Als der Schmutzwasserkanal 1996 in dem Ortsteil verlegt worden war, hatte auch die genannte Fläche einen Grundstücksanschluss bekommen, weil der Eigentümer damit rechnete, dort künftig bauen zu dürfen.
Auch Prämisse des Flächennutzungsplans von 2012 ist, dass die Bevölkerungszahl in der Kreisstadt stagniert oder rückläufig ist und der Anteil älterer Anwohner steigt. Wegen der schwächeren Versorgungsstrukturen in ländlichen Ortsteilen solle daher dort weiterhin kein Wohnbau gefördert werden, heißt es in dem Plan. Von den 252 Plätzen, die das Baulückenkataster stadtweit aktuell aufweist, liegen 88 im inneren Stadtgebiet und 164 in den Ortsteilen.

Kernstadt beliebter als Ortsteile

In der Kernstadt ist die Nachfrage nach Bauplätzen wesentlich höher als in den Ortsteilen. Mit dem Sanierungsprogramm „Südlich des Tulpenwegs“ setzt die Stadt derzeit in der Innenstadt zur Verdichtung der Besiedelung an. Um Strukturdaten besser zu erfassen und auswerten zu können, will sich die Verwaltung nach Aussage von Bauamtsleiter Gerd Hegemann nun mit einem Monitoring-Programm dem Wohnbau widmen und plädierte in diesem Zug für die Rückstellung des Baugebiets in Remeringhausen, bis die ersten Ergebnisse Mitte 2017 ermittelt sind.
Im Bauausschuss setzte sich grundlegend die gleiche Einschätzung durch, die Ratsgruppen votierten für die entsprechende Beschlussempfehlung der Verwaltung. Immer mehr leere Wohnhäuser in den Randgebieten, immer weniger Bäcker und Gaststätten dazwischen – eine bedenkliche Entwicklung für die Ratsvertreter.
Ute Hartmann-Höhnke von der SPD sprach sich für den Erhalt der gewachsenen Ortsstruktur in dem betreffenden Gebiet aus. Vor dem Hintergrund, dass die umliegenden Gemeinden viele Bauflächen auswiesen, stellte sie aber auch die Frage in den Raum, ob die Gemeinde prinzipiell Zuwachs haben will.
Rolf Rösemeier-Tietjen von den Grünen betonte die hohe Wohnqualität an der Nordseite der Bückeberge, die die Stadt nicht vernachlässigen dürfe.

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