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Vorerst keine Flüchtlinge in der Festhalle

Stadthagen Vorerst keine Flüchtlinge in der Festhalle

Wo ist in Stadthagen noch Platz, um Flüchtlinge unterzubringen? Nimmt der Landkreis die Festhalle in Beschlag? Müssen Bürger gar mit einer Zwangsräumung rechnen? Stadt und Kreisverwaltung geben Entwarnung.

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Quelle: Archivfoto

Stadthagen. Insgesamt 110 Asylsuchende müssen Woche für Woche in Schaumburg aufgenommen werden – daher ist es momentan gar nicht möglich, auf größere Unterkünfte wie die Herderschule in Bückeburg zu verzichten.

Ein entsprechend großes Platzangebot wäre in der Kreisstadt zum Beispiel in der Festhalle zu finden. Doch Kreissprecher Klaus Heimann gibt Entwarnung: „Die Festhalle haben wir bislang nicht in den Blick genommen“, betont er. In Stadthagen konnten die Flüchtlinge in Wohnungen in Mehrfamilienhäusern einziehen.

Da es derzeit vor allem darum gehe, bereits registrierte Flüchtlinge unterzubringen, wurden die Kommunen gebeten, bei der Wohnungssuche zu helfen. Der Kreissprecher stellt in dem Zusammenhang aber klar: „Wir sind nicht darauf aus, möglichst viele in einer Unterkunft unterzubringen.“ Die Stadt Stadthagen habe dem Landkreis vor Kurzem einen leer stehenden Bürokomplex gemeldet. Dort können nach Worten von Heimann etwa 30 bis 40 Menschen wohnen: „Das ist noch überschaubar.“

Dass auch der Landkreis irgendwann an den Punkt komme, wo Sporthallen als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden müssen, könne er nicht ausschließen, erklärte der Kreissprecher. Momentan habe man aber vor allem kreiseigene Immobilien im Blick, auf die – falls nötig – zuerst zurückgegriffen werde.

Nach Angaben von Bettina Burger, Sprecherin der Stadt, bekomme die Verwaltung laufend Angebote von privaten Anbietern und leite diese an den Landkreis weiter. Derzeit stehen der Stadt zehn Wohnungen für insgesamt rund 50 Personen zur Verfügung, so Burger. 26 Flüchtlinge würden diese Woche dort untergebracht.

Das vor allem in sozialen Netzwerken verbreitete Gerücht, dass Stadthäger Bürger ihre Wohnung für Flüchtlinge räumen mussten, dementiert Burger vehement. „Das ist definitiv falsch.“ Es gebe seitens der Stadt keine Bestrebungen, auf dem Wege der Zwangsräumung Wohnraum für Flüchtlinge zu beschaffen. „Dies wird auch für die Zukunft definitiv ausgeschlossen. Für die Unterbringung von Flüchtlingen wird ausschließlich freier Wohnraum genutzt.“ tbh/ber

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