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Stadthagen Stadt Vornhäger Straße: Fußgängerweg sechs statt vier Meter breit
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Vornhäger Straße: Fußgängerweg sechs statt vier Meter breit
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15:03 07.12.2018
Mitarbeiter der Firma fräsen die falsch aufgetragenen Markierungen ab. Quelle: lht
Stadthagen

Während am Freitag Mitarbeiter die fälschlicherweise aufgetragene schraffierte Fläche und das Fahrradsymbol abgefräst haben, kam die nächste Hiobsbotschaft. Eigentlich soll der Fußgängerüberweg über die Vornhäger Straße vier Meter breit sein. Wie nun aber mitgeteilt wird vonseiten der Stadtverwaltung, beträgt die Breite sechs Meter. Dadurch stimmen die Ampelphasen nicht mehr, erläutert Stadtsprecherin Bettina Burger.

Denn die Haltelinien der Fahrzeuge sind dementsprechend zwei Meter weiter weg, als geplant. Das kostet Zeit. Zeit, auf die die programmierte Ampel nicht eingestellt ist.
Ergo: Die eine Linie des Überganges muss ebenfalls abgefräst und neu aufgetragen werden. Nicht nur die Räumzeiten der Kreuzung können nicht mehr eingehalten werden. Auch die Taktierelemente im Boden für Sehbehinderte sind auf die vier Meter ausgelegt. „Das ist so sehr gefährlich“, betont Burger.

Wann die neuen Markierungen aufgebracht werden können, hängt vom Wetter ab. Denn für die Arbeiten muss es trocken sein. Die Stadt hofft auf zwei trockene Tage in der kommenden Woche. „So lange bleibt die Sperrung der Lauenhäger Straße bestehen“, sagt die Behördensprecherin. Eigentlich hätte die Kreuzung mit der neuen Ampel Ende dieser Woche freigegeben werden sollen. Aber ohne korrekte Markierungen geht das nicht.

Firma hielt sich nicht an Planskizze

Wie berichtet, war bereits die erste Markierung auf der neu geteerten Straße falsch. Offenbar hielt sich die beauftragte Firma nicht an die Planskizze. Zur vermeintlichen Sicherheit von Radfahrern hatten die Mitarbeiter eine schraffierte Fläche aufgetragen. Doch dadurch waren die Radler gezwungen, sich auf die neue rechte Abbiegespur einzufädeln. Hätte ein Radfahrer geradeaus in die Altstadt gewollt, hätte er den motorisierten Verkehr kreuzen müssen. Gestern fräste die Fachfirma die schraffierte Fläche ab.

Die Frage ist nun, wer für den entstandenen Schaden aufkommt. Denn bei den Markierungsarbeiten war auch ein Mitarbeiter der Stadt zugegen. Dieser hatte sich aber nach Angaben von Bürgermeister Oliver Theiß auf das Urteil der Bauarbeiter verlassen. Burger will auf die Frage der Schadenshaftung mit Hinweis auf ein laufendes Verfahren keine Angaben machen. Auch, ob die Arbeiten abgenommen wurden, konnte sie nicht sagen.

Offenbar fiel die fehlerhafte Markierung erst auf Nachfrage dieser Zeitung auf. Möglicherweise wäre die Kreuzung mit fertig programmierter Ampel dann so freigegeben worden.

Von Verena Gehring