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Vorschläge alle eingereicht

Wettbewerb Wohnbauprojekt Krumme Straße Vorschläge alle eingereicht

 Mit den von der Stadt erworbenen vier Häusern an der Krummen Straße hat sich die Initiative Stadthäger Altstadt (ISA) während ihres jüngsten Treffens im Marie-Anna-Stift befasst.
Nach den Worten der Vorsitzenden Ute Steidel liegen die Beiträge des Architektenwettbewerbs für das städtische Wohnbauprojekt mittlerweile komplett vor.

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Quelle: Archiv

Stadthagen. Die Vorschläge  der Architekten würden jetzt ausgewertet, berichtete Steidel vor den 25 Teilnehmern der Versammlung. Im April werde die Jury eine Entscheidung treffen.
Diese müsse einmütig fallen, ergänzte Bauamtsleiter Gerd Hegemann.

Die Verwaltung plane, mit den eingereichten Vorschlägen eine Ausstellung zu gestalten. Hegemann betonte, es handele sich um einen „Realisierungswettbewerb“, das heißt, dass „nicht primär Schöngeistiges, sondern Pläne mit Bodenhaftung“, verlangt seien. Bei der Gestaltung der Gebäude sei das Wohnen als Hauptnutzung vorgegeben, allerdings sei auch die Möglichkeit von Kleingewerbe im Erdgeschoss eingeräumt worden. Ob der Gewinner des Wettbewerbs das Projekt dann auch weiterhin architektonisch betreut, sei möglich aber nicht zwangsläufig.

Hegemann drückte seine Hoffnung aus, dass beim Projekt Krumme Straße „exemplarisch vorgeführt wird, dass es gelingen kann, zukunftsgerichtetes Bauen in das Alte einzufügen, sodass eine Symbiose entsteht.“

Zuvor hatte die Historikerin Katja Duhme über die Geschichte der vier Häuser referiert. Das einzige unter Denkmalschutz stehende Haus Nummer 35 war demnach in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von einem Tagelöhner gebaut worden. 1880 wurde dort in einem Anbau eine Schmiede eingerichtet, die dann viele Jahrzehnte lang betrieben wurde. Im 1895 errichteten Haus Nummer 33 gab es vier Wohnungen jeweils mit Stube, Kammer und Küche. Dahinter lagen das Plumpsklo, eine Waschküche und kleine Stallungen. 1927 wurde eine Bäckerei mit Mehlkammer eingerichtet. In den anderen Häusern waren unter anderem Zimmermänner, Drucker und ein Geigenbauer tätig.

„Diese Ecke mit dem vielen Handwerk war einmal der Motor von Stadthagen“, warf Martin Heil vom Bündnis Nordstadt ein und fügte hinzu: „Wo ist das alles nur geblieben?“ ssr

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