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Stadthagen Stadt Vorsicht mit intimen Fotos
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Vorsicht mit intimen Fotos
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00:18 10.12.2017
Nah an der Realität: Die Dreiecksbeziehung von Leo, Kiara (Mitte) und Elena eskaliert. Quelle: crs
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Eigentlich findet der Elenas Freundin Kiara (Julia Knorst) besser, die will ihn aber nicht so einfach ranlassen. Also muss die eher zurückhaltende Elena herhalten. Als sie ihrer Freundin gestehen will, dass sie mit Leo geflirtet hat, hört dieser mit und stellt die Nacktfotos als Rache ins Internet.Enttäuschtes Vertrauenund Scham

 Enttäuschtes Vertrauen und Scham sind die Kernthemen des Stückes „upDate“ des Theaters „Comic on“ aus Köln, welches am Mittwoch in der IGS für die siebten bis zehnten Klassen aufgeführt wurde. Die dreiköpfige Schauspieltruppe tourt durch ganz Deutschland und thematisiert in ihren Aufführungen neben Nacktbildern auch Drogen, Magersucht und mehr.

Vorsicht im Umgang mit Privatdaten 

Ziel sei, die Schüler möglichst auf Augenhöhe und ohne erhobenen Zeigefinger zur Vorsicht im Umgang mit sich selbst und den eigenen Privatdaten anzuhalten, bestätigt auch IGS-Sozialarbeiter Thomas Pawlik. Das Stück „upDate“ ist zu diesem Zweck auch wie eine Dokumentation aufgemacht, immer wieder unterbricht eine Stimme aus dem Off das Geschehen. Zum Abschluss haben die Zuschauer noch einmal die Möglichkeit sich an einer Diskussion mit den Schauspielern zu beteiligen.Jede Schule kenntsolche Fälle

 „Die siebten und achten Klassen sind aktiver, eher neugierig auf das Thema. Die Älteren sind zurückhaltender. Da merkt man, dass das Thema für sie schon beklemmend ist“, erläutert Pawlik seine Beobachtungen. Ein Eindruck, der in der anschließenden Diskussion bestätigt wird. Etwa 20 Prozent der Schüler hat so etwas schon einmal in seinem Umfeld mitbekommen. „Jede Schule kennt solche Fälle. Sowohl wir, als auch jede, mit der ich darüber gesprochen habe“, bestätigt auch Pawik auf die Frage, ob sich solche Fälle auch schon an der IGS ereignet haben.

Es geht noch krasser

 Und auch das „Comic on“-Team berichtet einiges. Das jüngste Opfer, mit dem sie gesprochen hätten, sei neun Jahre alt gewesen, der Täter zehn. Zudem hätten sie sich die Kommentare zu solchen Bildern angesehen, um einen realistischen „Shitstorm“ abbilden zu können.

 Das Fazit fällt eindeutig aus. „Es ist ekelhaft, was da geschrieben wird. Wir haben schon ziemlich harte Sätze für das Stück gewählt. Aber wir haben uns nicht getraut, die krassesten Sachen zu nehmen“, betonen die Schauspieler. Ihr Ratschlag an die Schüler: Ist man selbst betroffen, sofort zur Polizei gehen. Ist jemand anderes das Opfer, nicht einfach wegsehen, sondern handeln. crs

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