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Stadthagen Stadt WBG-Schüler beklagen „Verkehrschaos“
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt WBG-Schüler beklagen „Verkehrschaos“
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22:16 24.01.2013
Reihenweise wird das absolute Halteverbot auf der Schachtstraße vor dem Wilhelm-Busch-Gymnasium missachtet.  Quelle: pr.

Stadthagen (ssr). Im Abschnitt von der Einbiegung zur Jahnstraße bis zum Ende des IGS-Geländes gilt dort ein absolutes Halteverbot. Doch dieses werde massenhaft missachtet, stellt Schulz fest. Serienweise hielten dort Autos an, um Schüler zu bringen oder abzuholen. Die winterliche Lage verschärfe das Problem noch.

„Es kommt fast täglich zu gefährlichen Situationen“, schreibt Schulz, „bei denen Blech- oder Personenschäden bisher meist im letzten Moment noch abgewendet werden konnten.“ Allerdings habe es vor einiger Zeit auch schon einen Unfall gegeben, bei dem ein Mädchen verletzt worden sei.

Beim Überqueren der Fahrbahn seien die Schüler oft gezwungen, zwischen illegal haltenden Autos hindurchzugehen. Das berge die Gefahr, in ein „die Falschparker überholendes Fahrzeug“ hineinzulaufen. Die Schüler sähen in vielen Situationen „Lebensgefahr“.

Seit geraumer Zeit gebe es keine regelmäßigen Kontrollen der Polizei mehr, bemängeln die besorgten Schüler. Die Kontrollen selbst seien möglicherweise „zu lasch“. Die Schüler fordern, dass „dieses absolute Halteverbot auch wirklich absolut eingehalten wird“ und die Behörden wirksame Kontrollen vornehmen.

WBG-Leiter Holger Wirtz bestätigte auf Anfrage, er sehe das Verkehrsproblem in der Sache genauso: „Wir sind darauf angewiesen, dass die Verkehrsteilnehmer das absolute Halteverbot auch einhalten.“

Die Polizei habe „vollstes Verständnis für die Klage der Schüler“, räumte Kommissariatssprecher Axel Bergmann ein: „Wir nehmen das sehr ernst.“ Aus Personalgründen und wegen anderer Aufgaben könne die Polizei dort „aber nur schwerpunktmäßig und nicht andauernd“ kontrollieren, sagte er. Zudem obliege die Überwachung des ruhenden Verkehrs formell der Stadtverwaltung, merkte Bergmann an. Der Sprecher schlug vor, dass Polizei und Stadtverwaltung gemeinsam weitergehende Schritte überlegen sollten. Zudem bot er der Schülervertretung Gespräche an. „Wir sind für jede Idee offen, wie sich die Lage dort verbessern ließe.“ Nicht zuletzt regte Bergmann an, Schüler sollten mit ihren Eltern über die Problematik reden: „Da lässt sich Verhalten vielleicht auf ganz direktem Wege ändern.“

Die Stadtverwaltung ist nach Bekanntwerden der aktuellen Kritik sofort tätig geworden, wie Sprecherin Bettina Burger am Donnerstag berichtete. Mitarbeiter des Amtes für Bürgerdienste seien „offensiv auf Haltesünder zugegangen und haben diese belehrt und ermahnt“. Aber auch die Ressourcen der Verwaltung seien auf Dauer begrenzt: „Wir können nicht immer überall zugleich sein.“ Gemeinsam mit Polizei und WBG werde man über die Lage reden, sagte Burger. Zu den Lösungsansätzen könne gehören, „dass die Schulleitung auf die Elternschaft einwirkt“.