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Stadthagen Stadt WBG ist keine Schwerpunktschule mehr
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt WBG ist keine Schwerpunktschule mehr
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00:17 23.06.2017
Stadthagen

Das Kultusministerium hat dem stadthäger WBG die Genehmigung für die Einrichtung einer Lerngruppe, die diese Schüler auffangen sollte, zurückgezogen.

 Grund seien mangelnde Anmeldezahlen, erklärt der stellvertretende Schulleiter Daniel Francke. „Mit 14 Anmeldungen waren wir weit weg von 50 – und das wäre die Hürde gewesen, um die Schüler erfolgversprechend beschulen zu können.“

 Das grundsätzliche Problem ist schnell skizziert: Seit der Umstellung auf G8 fungierte die zehnte Klasse für die Gymnasiasten als Einführungsphase in die Oberstufe. Das bedeutete für Jugendliche, die nach der zehnten Klasse von anderen Schulformen kamen, diese Klasse wiederholen zu müssen, um die Einführung mitzumachen. Wer aber nach den Sommerferien auf ein Gymnasium wechselt, hat das Problem, dass es keine Einführungsphase gibt, weil es für die jetzigen Neuntklässler erst in Stufe elf so weit ist.

Alternativ auf die IGS wechseln

Um dieses Problem aufzufangen – und die Fahrtwege für Schüler möglichst kurz zu halten – hatte das Kultusministerium 25 sogenannte Schwerpunktschulen in Niedersachsen eingerichtet. Auf Druck des Landkreises eben auch in Stadthagen. Wie Francke erklärt, sei die nächstgelegene nun die KGS Neustadt. Wichtig sei diese Klasse auch für zukünftige Rückgänger aus höheren Oberstufenjahrgängen.

 Alternativ können Schüler problemlos auf die IGS Schaumburg wechseln, weil es dort grundsätzlich 13 Jahre bis zum Abitur sind. „Ausnahmsweise nehmen auch allgemeinbildende Gymnasien diese Schüler in die zehnte Klasse auf“, so Francke. Dies sei eigentlich nicht üblich, weil sie ja bereits den Sekundarabschluss I erreicht hätten. Aber diese Jugendlichen müssten dann eben die Ehrenrunde in Kauf nehmen. col