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WIR-Chef steht zu Donjes

Nach Freibad-Streit WIR-Chef steht zu Donjes

Für viel Ärger hat in der vergangenen Woche eine Pressemitteilung der Ratsgruppe WIR/FDP zum Thema Freibad gesorgt. Äußerungen von WIR-Frau Gundi Donjes im Internet haben den Zwist zusätzlich angeheizt. Jetzt hat sich WIR-Sprecher Richard Wilmers in der Sache zu Wort gemeldet.

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Stadthagen. Seit dieser Pressemitteilung war Wilmers still gewesen. Nun sagt er: „Ich gebe zu, man ist in solchen Diskussionen nicht immer ganz zimperlich in der Wortwahl.“ Dass die SPD erst ein Bewegungsbecken und später ein Freibad bauen will, hatte WIR-Ratsfrau Donjes in der Mitteilung als „Volksverdummung“ bezeichnet. Nach Ansicht von WIR und FDP ist der Stadt finanziell nur eines von beiden möglich. Was nach ihrer Einschätzung bedeutet: Wird erst das Bewegungsbecken gebaut – wie SPD, Grüne und CDU es wollen –, wird es kein Freibad für Stadthagen geben.

„Und im Kern stehen wir auch zu dieser Kritik“, sagt Wilmers. „Man sollte den Bürgern da reinen Wein einschenken.“ Umso mehr gelte dies vor dem Hintergrund eines Stadthäger Schuldenstandes von mehr als 30 Millionen Euro im Jahr 2016.

Vor allem stört Wilmers sich daran, dass nun seine Gruppe als „Freibad-Verhinderer“ dasteht. In Reaktion auf den von WIR und FDP angeschlagenen Ton in der Debatte steht nun auch die Gründung des Fördervereins für ein Freibad auf dem Spiel. Das hatte Kerstin Thieler zu verstehen gegeben, die Organisatorin der „Pool Challenge“.

„Wir haben Frau Thieler und die Challenge unterstützt“, ruft Wilmers in Erinnerung. Schließlich fordere WIR/FDP seit Jahren ein Freibad und habe sich dafür „von Politikern der Mehrheitsgruppen mächtig beschimpfen lassen“.

Donjes hatte im Facebook-Kanal der Schaumburger Nachrichten den SPD-Sprecher Jan-Philipp Beck indirekt eine „rote Null“ genannt. Thieler hatte das als niveaulos bezeichnet, wofür sie wiederum selbst von Donjes angefahren wurde.

Wilmers distanziert sich nicht von diesen Äußerungen, er unterstütze sie aber auch nicht. „Frau Donjes ist nicht davon ausgegangen, dass Facebook-Kommentare in der Zeitung veröffentlicht werden“, weiß der Gruppensprecher. Er selbst sei nicht im sozialen Netzwerk aktiv.

„Ich verurteile sie dafür nicht“, sagt Wilmers über Donjes. Er gibt aber zu bedenken, dass manche Äußerungen unter bestimmten Umständen „vielleicht nicht ganz hilfreich“ seien. jcp

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