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WIR/FDP-Gruppe zieht Halbjahresbilanz

Freibad für das Tropicana WIR/FDP-Gruppe zieht Halbjahresbilanz

Zwei Ziele hatte die Stadtratsgruppe WIR/FDP für 2015 ausgegeben: den Erhalt der Ahornallee am Georgschacht und den Bau eines Außenschwimmbeckens am Tropicana. Mit bisher mäßigem Erfolg. Entsprechend durchwachsen fällt die Halbjahresbilanz von Gruppensprecher Richard Wilmers aus.

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Stadthagen (ber). Beim Erhalt der Ahornallee habe die WIR/FDP-Gruppe einen Kompromiss mitgetragen, der die Bäume zwar rette, aber eine neue Fahrbahnbreite von 6,2 Metern, kombiniert mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h und die Ausweisung eines gesonderten Rad- und Fußweges vorsehe, so Wilmers. „Wir hätten gerne unsere Variante durchgesetzt – mit zwei Fahrbahnen und Einbahnverkehr sowie dem Erhalt aller Ahornbäume. Doch der Zeitfaktor habe zum Handeln gezwungen, weil es andernfalls vom Land keine Zuschüsse mehr gegeben hätte und die Kosten entsprechend höher ausgefallen wären.
Während seine Gruppe hier immerhin einen Teilerfolg verbuchen konnte, zeichnet sich für das ersehnte Außenschwimmbecken am Tropicana keine Lösung ab. „Wir glauben unbedingt, dass die Bürger noch einmal zur Entscheidungsfindung gehört werden sollten. Immerhin haben sich 74,2 Prozent der Befragten ein Außenbecken gewünscht. Nur war unklar, in welcher Form.“
Die WIR/FDP-Ratsgruppe unterstützt deshalb die von Bürgermeister Oliver Theiß vorgeschlagene, erneute Bürgerbefragung: Bewegungsbecken oder Außenschwimmbecken? Wilmers: „Da beides finanziell nicht möglich ist, brauchen wir einen demokratischen Entscheidungsprozess.“
Für die zweite Jahreshälfte will die Ratsgruppe darauf drängen, dass das Kopfsteinpflaster in der Fußgängerzone ausgetauscht wird, um die Innenstadt für Senioren und Eltern mit Kinderwagen „freundlicher zu gestalten. Dies kann auch schrittweise erfolgen, aber wir sollten endlich damit anfangen“, fordert Wilmers.
Als möglicher Standort für ein Ärztezentrum kommt aus Sicht von FDP und WIR nur die Innenstadt infrage. Neben dem Kreft-Areal biete sich auch das bald leerstehende Krankenhaus an. „Die Infrastruktur ist vorhanden, es müssen weder Gelände noch Gebäude erworben werden“, wirbt Wilmers. „Zusammen mit dem Landkreis sind hier schnell umsetzbare Lösungen möglich, und zwar noch in diesem Jahr“, betont er. Darüber hinaus stehe man dort auch einem Projekt für generationsübergreifendes Wohnen aufgeschlossen gegenüber.
Um die historische Altstadt attraktiver zu machen, seien Bürgerpatenschaften für die öffentlichen Grünflächen eine gute Idee, findet Wilmers. „Die Sauberkeit ist verbesserungswürdig.“ Durch Patenschaften könnten Bürger Verantwortung für ihre Stadt übernehmen.
Gebührenfreies Parken sei ein weiterer Schritt zu einer einkaufsfreundlicheren Innenstadt, sagt Wilmers. Seiner Ansicht nach müssen die bisher kostenfreien Parkflächen kostenfrei bleiben. Auch Stellplätze, die wegen Schlaglöchern und Pfützen nicht die Mindestanforderungen erfüllen, sollten kostenlos nutzbar sein.
„Vor allem aber wünschen wir uns für die Ratsarbeit mehr Streitkultur, in der Mehrheitsgruppe, Bürgermeister und die anderen Fraktionen im Dialog arbeiten. So lässt sich für die Bürger am meisten bewegen“, so Wilmers abschließend.

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