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WIR/FDP will Diskothek im Bahnhof einrichten

Stadthagen WIR/FDP will Diskothek im Bahnhof einrichten

Ein Schild vor dem Bahnhofsgebäude hat die Stadthäger in Aufruhr versetzt: Kommt etwas Neues rein, ist es jetzt verkauft? Ist es nicht – und wirklich konkrete Vorstellungen, was man überhaupt daraus machen könnte, hat nur eine der Fraktionen im Stadthäger Stadtrat.

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Die Zukunft des Bahnhofs beschäftigt die Politik. 

Quelle: js

Stadthagen. „Eine Disko“, fordert WIR/FDP-Sprecher Richard Wilmers. Das Gebäude sei groß genug, die Parkplätze bereits vor Ort. Wilmers sieht „eine einzigartige Chance“, Stadthagen aufzuwerten. Ein solcher Tanztempel fehle in Stadthagen ebenso wie ein Freibad. „Die Jugend hier hat es schwer“, ist Wilmers überzeugt. Aufgabe von Politik und Verwaltung sei es nun, Gebäude und Gelände offensiv zu bewerben und entsprechende Investoren zu einem Kauf zu ermuntern.

 Eine solche Bringschuld sieht CDU-Fraktionssprecher Heiko Tadge nicht. „Die Frage ist: Wer möchte dort was entwickeln?“, sagt Tadge. Die Antwort läge aber einzig bei den denkbaren Käufern. Tadge: „Wenn jemand aus der Politik sagt, ich möchte da dieses oder jenes reinhaben, ist das Traumtänzerei.“

 Insofern sei die Nutzung des Gebäudes „völlig offen“. Investoren könnten sich jederzeit mit ihren Ideen an die Verwaltung wenden, um dort die Vereinbarkeit dieser Ideen mit gültigen Bebauungsplänen abzugleichen.

 Einen Kauf des Gebäudes durch die Stadt Stadthagen schließt Tadge aus. „Wir sehen da keinen Bedarf“, stellt der Sprecher für die CDU-Fraktion fest. Sicherlich bedürfe das Gelände derzeit einer besseren und regelmäßigeren Pflege. Hier könne die Stadtverwaltung aber nur immer wieder den Kontakt zum Eigentümer suchen, sie selbst stehe nicht in der Verantwortung. Mit Blick etwa auf die „Park and Ride“-Anlage sagt Tadge, es habe sich „schon eine Menge getan“ – auch, wenn „das Optimum noch nicht erreicht“ sei.

 Die Sauberkeit sei in der Tat ein Thema, sagt auch SPD/Grünen-Gruppensprecher Jan-Philipp Beck. In der Vergangenheit habe es zum Beispiel an Kommunikationsproblemen mit einer der Firmen gelegen, durch deren Hände der Bahnhof gegangen ist. Zusammen mit dem Stadthäger Verkehrsverein habe man aber zwischenzeitlich viel Positives erreichen können.

 SPD und Grüne hätten durchaus Vorstellungen für das Gebäude. „Ein persönlicher Kontakt“ solle erhalten bleiben. „Nicht, dass da nur noch ein Fahrkartenautomat steht“, sagt Beck. Eine Diskothek? „Das wäre zu prüfen“, meint der Sozialdemokrat. Zumindest böte sich die Lage an, „wegen der An- und Abfahrt“.

 Ein Kauf des Gebäudes durch die Stadt ist für Beck anders als für Tadge kein Tabu. „Das haben viele Kommunen gemacht“, sagt der SPD/Grünen-Sprecher. Um diese Möglichkeit ausloten zu können, sollte selbstredend der Preis bekannt sein. Über den schweigen sich der aktuelle Besitzer und der Verwalter aus Frankfurt aus.

 2004 trennte sich die Deutsche Bahn wegen zu hoher Unterhaltungskosten von diversen Bahnhofsgebäuden. In vielen betroffenen Städten gibt es Diskussionen um die Verwahrlosung der Immobilien. jcp

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