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WIR macht Druck in Sachen St. Annen

„Flickschusterei“ WIR macht Druck in Sachen St. Annen

Als „Flickschusterei“ bezeichnet der WIR-Vorsitzende Richard Wilmers die Stadthäger Straße St. Annen. Die Wählerinitiative will sich dem asphaltierten Ärgernis nun noch einmal annehmen. Das Problem ist bekannt. Die Straße ist eine mal hier, mal da gestopfte Huckelpiste.

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Mitglieder von WIR begutachtet die „Flickenschusterei“ auf St. Annen.

Quelle: JCP

STADTHAGEN. Am Sonnabend wird laut Wilmers in den Briefkästen der Stadtverwaltung, der Kreisverwaltung, der Geschäftsstelle der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln sowie des Schaumburger Landtagsabgeordneten Karsten Becker – wohnhaft in Stadthagen – Post von WIR liegen. Darin heißt es unter anderem: „Für eine Landstraße, die gleichzeitig eine stark befahrene Straße stadtauswärts ist, ist dieser Zustand nicht akzeptabel.“

Stadt muss auf Landesbehörde warten

Autofahrer wählen teils genervt die Mitte der Fahrbahn, sofern der Gegenverkehr es zulässt, Radfahrer begeben sich nicht zuletzt wegen des fehlenden Radwegs in Gefahr, sobald sie auf St. Annen einbiegen. Die Stadt will sich darum kümmern, muss aber aus Planungsgründen auf die Landesbehörde warten. Hameln allerdings sieht keinen dringenden Bedarf, wie die Behörde erst kürzlich wieder gegenüber dem Stadthäger Bauamt verlauten ließ.

Angst davor, mit dem Rad auf der Straße zu fahren

„Sicher gibt es Straßen in Niedersachsen, die schlimmer dran sind“, räumte Wilmers jetzt bei einem Ortstermin mit der Presse ein. „Vielleicht muss aber auch einfach die Prioritätenliste überarbeitet werden“, ergänzte Jürgen Burdorf, ebenfalls von WIR. Und WIR-Ratsfrau Gundi Donjes sagte: „Ich jedenfalls habe Angst davor, mit dem Fahrrad auf dieser Straße zu fahren, und ich weiß, dass es vielen Stadthägern ähnlich geht.“ Das bestätigte Fraktionskollegin Sahide Kömür. „Und man darf nicht vergessen, dass zahlreiche Schüler auf der Straße unterwegs sind“, fügte Wilmers hinzu.

WIR sieht sich in der Offensive. Ob die Wählerinitiative nun tatsächlich mit einem Schreiben den Ausschlag geben kann, die Landesbehörde zur Sanierung zu bewegen, davon scheint WIR-Chef Wilmers selbst nicht überzeugt. Er sagt aber:„Es geht darum, den Druck aufrecht zu erhalten, damit der Handlungsbedarf nicht in Vergessenheit gerät.“ Und Fraktionskollegin Donjes ergänzt: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ jcp

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