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Warnung vor Verseuchung des Grundwassers

Energie-Café Warnung vor Verseuchung des Grundwassers

Grundwasser werde kontaminiert, es bestehe die Gefahr von Erdbeben, und die Fördermethode erziele auch keine fallenden Erdgaspreise: Die Podiumsmitglieder im Energie-Café haben sich am Mittwoch sämtlich gegen das Fracking ausgesprochen.

Oliver Kalusch weist auf die Gefahren von Fracking hin.

Quelle: sk

von vera skamira Stadthagen. Von Vera Skamira

Stadthagen. Das Anti-Atom-Bündnis Schaumburg und das Umweltbüro Wiedensahl hatten zu einer Diskussion über die umstrittene Form der Erdgasförderung eingeladen.

Die Überschrift über dem Abend war eine eher rhetorische Frage: „Fracking in Schaumburg – intelligentes Konzept oder überflüssige Umweltgefährdung?“ Am Fracking, bei dem Erdgas mittels einer Flüssigkeit aus gasreichem Schiefergestein herausgepresst wird, haben ein Physiker, ein Politiker und das Mitglied einer Bürgerinitiative kein gutes Haar gelassen, auch nicht Moderator Klaus Strempel von der Alten Polizei.

Oliver Kalusch, Diplom-Physiker  vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz wies vor allem darauf hin, dass beim Fracking mit Chemikalien versetztes Wasser zum Einsatz kommt. Da dieses nicht komplett wieder zurückgefördert wird, sondern zum großen Teil im Gestein verbleibt, bestehe die Gefahr der Grundwasserkontaminierung. Außerdem lohne sich Fracking aus finanzieller Sicht nicht, und es verschaffe aufgrund der relativ geringen Fördermengen weder die Unabhängigkeit von russischen Gasimporten noch würden die Gaspreise in Deutschland sinken. Von deutschem Erdgas könne man ebenfalls nicht sprechen.

Profitieren vom Schiefergas täten nur die fördernden Konzerne wie Exxon oder Wintershall. Kalusch zog das Fazit: „Gesamtgesellschaftlich zahlt sich Fracking nicht aus.“ Die Methode der Energiegewinnung sei eine Sackgasse. Der Physiker sprach sich vielmehr für die Nutzung nicht fossiler Energieträger aus: „Sonne, Wind und Wasser sind unerschöpflich vorhanden.“

Wolfgang Marschhausen von der Bürgerinitiative Langwedel- Verden beklagte, dass aufgrund eines veralteten Bergrechts dem Fracking noch nicht gesetzlich begegnet werden könne. Darum habe sich die Bürgerinitiative gegründet. Diese unterzeichnete wie bereits viele Bündnisse, Vereine und Landkreise die Korbacher Resolution, die ein sofortiges Fracking-Verbot fordert.

Fracking in Niedersachsen will auch der Stadthäger Landtagsabgeordnete Karsten Becker, energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, verhindern. Allerdings könne man derzeit noch nicht gänzlich auf Erdgas verzichten.

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