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Stadthagen Stadt Was bringen die Integrationsmaßnahmen?
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Was bringen die Integrationsmaßnahmen?
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00:18 28.06.2018
Quelle: pixabay
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Stadthagen

Wie bekannt, steht die Kreisstadt vor besonderen Aufgaben. Allein in den vergangenen zwei Jahren sind mehr als 1000 Flüchtlinge nach Stadthagen gekommen, die zu integrieren eine vielfältige Herausforderung darstelle – weswegen nach langen Diskussionen auch die Schaffung der Stelle einer Integrationsbeauftragten (siehe Kasten) beschlossen wurde. Die SPD/Grünen/FDP-Gruppe im Rat fordert nun, zu überprüfen, welche Auswirkungen die anderen beschlossenen Integrationsmaßnahmen hatten.

Deswegen soll das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Sport und Kultur am 16. August. Der Rat der Stadt habe in den vergangenen Jahren zahlreiche Integrationsmaßnahmen beschlossen. Dazu gehört etwa die Bewilligung von Fördergeldern für das „Begegnungszentrum Hüttenstraße“. Nach einer gewissen Laufzeit sei es nun an der Zeit, im zuständigen Ratsausschuss eine öffentliche Debatte über „erfolgreiche Projekte und aktuelle Problemfelder zu führen“, bei denen gegebenenfalls nachgebessert werden müsse, so Gruppensprecher Jan-Philipp Beck.

Sinnvoll sei eine solche Debatte im Ratsausschuss auch deshalb, so die Gruppe, „weil somit die neue Integrationsbeauftragte einen ersten direkten inhaltlichen Austausch mit dem Ausschuss führen kann“. Auch gebe eine solche Diskussion die Gelegenheit, Integrationsmaßnahmen in eine strategische Stadtentwicklung einzubetten. Da Integration ein Querschnittsthema sei, sollten auch weitere Akteure aus der Verwaltung zu der Sitzung eingeladen werden. col

Integrationsbeauftragte kommt Mitte Juli

Gute eineinhalb Jahre nach der ersten Diskussion um die Schaffung einer Integrationsbeauftragten-Stelle in Stadthagen hat der Verwaltungsausschuss jetzt in seiner jüngsten Sitzung die Personalie abgenickt. Weil der Vertrag allerdings noch nicht unterschrieben sei, wolle die Verwaltung noch keinen Namen nennen, erklärt Bürgermeister Oliver Theiß.

Die neue Mitarbeiterin soll voraussichtlich am 16. Juli beginnen. Wie berichtet, ist die 25-Stunden-Stelle auf zwei Jahre befristet. Dafür stellt die Stadt jährlich 43.000 Euro bereit. Eine Ganztagsstelle hatte die Politik mit Blick auf die Kosten (69.000 Euro im Jahr) vorerst abgelehnt. Theiß hatte nach der Verhängung der Haushaltssperre im April aber auch betont, dass der Posten den Sparmaßnahmen nicht zum Opfer fallen werde.

Nachdem die Stelle im Frühjahr ausgeschrieben worden war, hat die Verwaltung nach Auskunft des Bürgermeisters 18 Bewerbungen erhalten. Mit acht Interessierten habe es Vorstellungsgespräche gegeben. Der Verwaltungsausschuss hat der Personalie zugestimmt, eine Abstimmung im Rat ist nicht notwendig. col

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