Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Was geht?

„Klosterquartier“ Stadthagen Was geht?

Geht das überhaupt? Der Plan von Investor Peter Hauß für einen Wohnkomplex in der Innenstadt findet bei Ratsfraktionen und Bürgermeister Zustimmung. Die Frage nach der Realisierbarkeit allerdings spaltet die Verantwortlichen.

Voriger Artikel
Autos beschädigt
Nächster Artikel
Warnung vor neuer Betrugsmasche

Peter Hauß.

Quelle: Archiv/rg

Stadthagen.  Die Idee werde nämlich „konterkariert durch die Neuaufstellung des Bebauungsplanes mit dem Erhalt von Häuserfronten und Altbebauung“. So jedenfalls sieht es CDU-Fraktionssprecher Heiko Tadge. Sein Pendant bei SPD und Grünen, der Gruppenvorsitzende Jan-Philipp Beck, zeigt sich nicht nur als Befürworter des Wohnprojekts – anders als Tadge hält der Sozialdemokrat das von Investor Hauß „Klosterquartier“ genannte Vorhaben auch für durchaus vereinbar mit dem B-Plan.

 Selbst für die von Hauß vorgeschlagenen Parkplätze gelte das, solange es sich um Privatparkplätze für die Anwohner des Baus handele. Der von Hauß als Hindernis wahrgenommene Denkmalschutz sei ein rechtliches Problem, das die Politik nicht lösen könne, erklärt Beck.

 Anders klingt das bei Heiko Tadge. Er sieht den politischen Gegenüber in der Verantwortung, wenn denn aus Hauß’ „Klosterquartier“ etwas werden soll: „Wir hoffen, dass die Verwaltung sowie SPD und Grüne doch noch umschwenken und hier solch eine Wohnentwicklung in der Innenstadt zulassen.“

 Richard Wilmers (WIR/FDP) fordert einen Runden Tisch, an dem Investor, Verwaltung und Politik Platz nehmen sollen. Wilmers selbst hält innenstadtnahes Wohnen für ein erstrebenswertes Ziel – Denkmalschutz allerdings auch. Entsprechend sei er kein Freund von „Hauruck-Lösungen“. Die Mitglieder des Runden Tisches sollten gemeinsam die Optionen ausloten, die „zwischen alles stehen lassen und alles abreißen“ lägen. Die WIR/FDP-Gruppe etwa halte die Fassade eines der von Hauß’ anvisierten Häuser für erhaltenswert. Wilmers spricht von einem „Geschenk aus dem Mittelalter“.

 Die Stadt freue sich „grundsätzlich über jede Initiative“, sagt Bürgermeister Oliver Theiß. Konkretes könne er zu den Plänen noch nicht sagen, da sie der Verwaltung noch nicht im Detail vorlägen. Theiß will nun Kontakt zu Hauß aufnehmen.

 Hauß befürchtet, sein Projekt könnte an baurechtlichen Vorgaben scheitern. Die zwängen Investoren derzeit, „selbst hässlichste Schandflecke zu erhalten“. Er verweist auf die Erfahrungen von Günter Kreft, dem der Rat den Abriss zweier Häuser zugunsten von Parkplätzen verwehrt hat. aw, jcp

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Stadthagen

Mindestens 20 Wohneinheiten, modern, barrierefrei und vor allem mittendrin: Was der Stadthäger Unternehmer Peter Hauß als „Klosterquartier“ im Herzen der Altstadt plant, klingt ehrgeizig – und es könnte schon vor dem Start zum Scheitern verurteilt sein.

mehr

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg