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„Waschanlage der Gefühle“ soll die Zivilcourage fördern

Stadthagen „Waschanlage der Gefühle“ soll die Zivilcourage fördern

Mit dem Workshop „Mädchenmut“ an der Integrativen Gesamtschule Schaumburg (IGS) ist das Projekt „Stadthagen braucht Zivilcourage“ in die nächste Runde gegangen. Mädchen der siebten und achten Klassen von unterschiedlichen Stadthäger Schulen haben durch Übungen mehr Selbstbewusstsein erlangt.

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In einem Maskenspiel lernen die Mädchen viel über ihre eigene Körpersprache.

Quelle: jw

Stadthagen (jw). Unter der Leitung der Theaterpädagogin Dorit David lernten die Mädchen in zwei Tagen viel über die eigene Körpersprache und das Verhalten in Fällen, in denen Zivilcourage erforderlich ist. In Rollenspielen versuchten die jungen Teilnehmer von fünf Stadthäger Schulen, bereits erlebte, aber auch ausgedachte Situationen, die ein mutiges Eingreifen erfordern, auf der Bühne nachzustellen. „Dabei haben wir uns mit unserer eigenen Körpersprache beschäftigt, die auch das Selbstbewusstsein stärkt“, berichtet die 14-jährige Nina vom Ratsgymnasium. „Dass wir nur Mädchen waren, hat das Rumalbern und Schauspielern erleichtert“, so Nele (12) von der IGS. „Es war leichter, die Schüchternheit zu überwinden, weil wir hier unter uns waren, auch wenn wir uns vorher nicht kannten“, erklärt Alana (14) vom Ratsgymnasium.

Bei der Übung „Waschanlage der Gefühle“ stehen die Mädchen im Spalier. Dabei geht eine der Teilnehmerinnen durch die Mitte und erfährt in drei Durchgängen unterschiedliche Reaktionen. Mit Jubel, lauter Missachtung und leisem Getuschel wird das Mädchen konfrontiert und soll dabei ihre eigenen Gefühle wahrnehmen und so ein Bewusstsein dafür bekommen, wie sich andere in einer solchen Situation fühlen könnten.

Auch der Stadtjugendpfleger Ralf Cordes, der das Projekt leitet, durfte am Donnerstagmittag die „Waschanlage“ durchlaufen. „Die Buh-Rufe fühlen sich wirklich unschön an – und beim Getuschel macht man sich viele Gedanken, was man selbst falsch macht“, berichtet er. Für Zivilcourage erfordernde Situationen im wahren Leben haben die Mädchen viele Aspekte des richtigen Verhaltens gelernt und sind sich sicher, dass sie das Erlernte auch einsetzen werden.

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