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Stadthagen Stadt Weihnachten – Einsam und allein?
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Weihnachten – Einsam und allein?
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00:23 26.12.2014
Das Fest der Liebe ist für viele ältere Menschen das Fest der Einsamkeit. Quelle: mak
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Stadthagen.

Weil sie keinen Lebenspartner mehr an ihrer Seite haben oder weil die Kinder Hunderte Kilometer entfernt wohnen. Die Landeskirche, das Diakonische Werk und Stadthagens Seniorenheime wollen diesem Gefühl der Einsamkeit mit unterschiedlichen Angeboten entgegenwirken.

Die Landeskirche Schaumburg-Lippe organisiert an Heiligabend mehrere Gottesdienste in Stadthäger Seniorenheimen. „Außerdem richten wir Weihnachtsfeiern in unseren Gemeindehäusern aus, damit die Senioren auch in der Vorweihnachtszeit zusammenkommen können“, sagt Oberprediger Dr. Klaus Pönnighaus auf Anfrage dieser Zeitung.
Eines der Stadthäger Seniorenheime, in denen an Heiligabend ein Gottesdienst stattfindet, ist der Rosenhof. „Wir bieten am Nachmittag ein Kaffeetrinken an, um 16 Uhr ist dann Andacht mit Pastor Jörg Böversen“, kündigt die Heimleitung Edith Seddig an. Am Abend können die Bewohner des Heims an einem festlichen Weihnachtsessen teilnehmen.

„Auf Wunsch feiern wir mit ihnen auch danach weiter den Heiligen Abend.“ Wer nach dem Essen seine Ruhe haben möchte, geht zurück auf sein Zimmer. Ein weiteres Angebot des Rosenhofes ist die Kurzzeitpflege über die Weihnachtsfeiertage. „Es gibt da schon ein paar Damen, die dann zu uns kommen, damit sie an Weihnachten unter Menschen sind“, sagt Seddig.

Auch im Josua-Stegmann-Heim muss niemand alleine die Weihnachtsfeiertage verbringen. Bereits vor den Feiertagen gibt es eine Weihnachtsfeier mit musikalischem Programm, wie Heimleiter Michael Holler betont. An Heiligabend sind alle Senioren herzlich zu einer Christvesper eingeladen. „Abends sitzen wir dann mit den Bewohnern gemütlich um den festlich geschmückten Tannenbaum.“

Außerdem gibt es für jeden Bewohner ein Weihnachtsgeschenk: „Von Seifen über Pflegecremes verschenken wir in jedem Jahr etwas anderes, aber jeder Bewohner bekommt das gleiche“, so Holler. Auf diese Weise soll sich keiner der Beschenkten benachteiligt fühlen. Diese Tradition pflegt das Josua-Stegmann-Heim seit vielen Jahren. „Von den Bewohnern wird das Angebot gern angenommen.“ mak

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