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Weit werfen und schnell laufen

Stadthagen / Sportabzeichen Weit werfen und schnell laufen

Nicht nur die Grillsaison ist eröffnet. Im Jahnstadion hat am Dienstag die Sportabzeichensaison begonnen. 31 Männer, Frauen und Kinder nutzten das Angebot des VfL Stadthagen und bewältigten diverse Prüfungen für das Abzeichen. Jeden Montag und Mittwoch, jeweils von 18 bis 20 Uhr sind jetzt Prüfteams des VfL auf dem Platz, „durchgehend bis September", erklärte Jürgen-Walter Hansch.

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Besser mitgemacht statt lang erklärt: Gaby Hansch zeigt Lelia (7), wie man richtig abspringt.

Quelle: Foto: sk

Stadthagen (sk). Die Sonne stand schon tief. Auf so mancher Terrasse wurden jetzt die Beine ausgestreckt und Feierabendbiere eingeschenkt. Nicht so bei Familie Baumeister. Vater Arne und Mutter Kerstin, dazu die Töchter Malou (10) und Lelia (7) liefen auf der Aschenbahn Aufwärmtrainer Hubertus Fellmann hinterher, gemeinsam mit vier anderen Sportbegeisterten. Der Rest der „Abzeichen-Jäger" war zu einer sieben Kilometer langen Walking-Tour gestartet. Fellmann brachte seinen kleinen Trupp im Stadion gehörig in Bewegung: 50 Meter laufen, stoppen, rückwärtsgehen, wieder laufen. Baumeisters kamen am traumhaften Maitag gemeinsam ins Schwitzen - für das Familiensportabzeichen. Im vergangenen Jahr musste das Unternehmen abgebrochen werden. Arne Baumeister hatte sich beim 100-Meter-Lauf eine Verletzung zugezogen. Das ist vergessen. Schleuderball hieß am Dienstag die erste Disziplin für den Vater. Nach kurzer Einweisung durch Gabi Hansch legt der Stadthäger beachtliche 27,50 Meter „auf den Rasen".

Mama und Kinder griffen zum leichteren „Geschoss", dem 80-Gramm-Ball. „Einmal noch so richtig doll", ermunterte Hansch die kleine Lelia. Und siehe da: 10,70 Meter waren drin. Das reichte zum Bestehen der Prüfung. Der Weitsprung machte ein bisschen mehr technische Schwierigkeiten. Statt langer Erklärungen nahm Gabi Hansch die Siebenjährige einfach an die Hand: Gemeinsam und synchron wurde der Absprung geübt. Ihre ganz eigene Antriebstechnik beim Sprinten erläuterte Malou: „Man muss ums Leben laufen." Ganz so schlimm kam es am Dienstag aber nicht. Die Stimmung war gelöst, verbissener Ehrgeiz nirgends zu spüren, und an jeder Station wurde erklärt und ermuntert. Und die „alten Hasen" wussten eh Bescheid. Rainer Bruns (67)  legt zum 46. Mal das Sportabzeichen ab. Schleuderball ist seine Lieblingsdisziplin. Auf seine 33,10 Meter ist der Auetaler stolz. Läufer, Werfer und Springer genossen nach erbrachter Leistung die behaglichste Disziplin des Tages: Bratwurst essen. Und dann war immer noch Zeit, auf der heimischen Terrasse mit einem wohligem „Ahhh" die Beine hochzulegen.

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