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Weitere Kündigungen bei Faurecia erwartet

Stadthagen / IG Metall kritisiert das Festhalten an 100 Entlassungen Weitere Kündigungen bei Faurecia erwartet

Unter dem Eindruck bevorstehender Entlassungen droht neuer Ärger beim Autozulieferer Faurecia. Thorsten Gröger, Bevollmächtigter der IG Metall hat kritisiert, dass Faurecia trotz der teilweise besseren Auslastung an der für 2011 geplanten Anzahl von 100 Kündigungen festhalten wolle.

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Stadthagen (jpw). Darüber hinaus seien für die nächsten Tage weitere 31 Entlassungen für das Produktionswerk angekündigt worden.

Bereits Anfang des Jahres seien 40 betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen worden. Gröger zeigte sich höchst verärgert darüber, dass die Geschäftsführung einer Betriebsversammlung ohne nähere Begründung fern geblieben sei: „Nicht einmal der für das Personal verantwortliche Arbeitsdirektor stellt sich den Fragen der Belegschaft.“ Die IG Metall hält dies für „der Situation nicht angemessen“.

Auch der Betriebsratsvorsitzende Fred Hartmann kritisierte die „mangelnde Mitarbeit der Geschäftsführung in den Projektgruppen zur Zukunft des Werkes“. Der Belegschaft sei beim Abschluss des Sozialplanes und Interessenausgleiches versprochen worden, dass Zukunftsprojekte höchste Priorität hätten. „Davon merken wir jetzt nichts mehr.“ Gröger teilte mit, dass ihm Werksleiter Thomas Heidemann auf Nachfrage versichert habe, dass neue Aufträge zwar nicht vorzeitig abgezogen würden, aber im Hinblick auf neue Aufträge gebe es wenig Hoffnung. Offenbar keine guten Chancen rechnet sich das Unternehmen für den einzig aktuell zur Diskussion stehenden Auftrag – Sitzfertigung für den VW Amarok – aus.

Auf Kritik sei in der Versammlung auch die Vorgehensweise der Unternehmensleitung bei den bevorstehenden Entlassungen gestoßen. Mitarbeitern seien alternative Arbeitsplätze unter anderem im Werk Geiselhöhring in Niederbayern angeboten worden, obwohl das „Aus“ für den Standort mit gegenwärtig 560 Mitarbeitern für das Jahr 2013 bereits angekündigt worden ist, sofern keine neuen Aufträge aquriert werden können.

Die Gewerkschaft wirft dem französischen Konzern vor, neue Aufträge vor allem in osteuropäische Werke zu geben.

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