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Weniger Frauen im Rat

Weibliche Mandate nach Wahl nicht mehr so präsent Weniger Frauen im Rat

Im nächsten Stadtrat wird die weibliche Stimme wohl etwas leiser sein, als bisher – zumindest, wenn es nach der Sitzverteilung geht. Bei den Fraktionen von CDU und SPD ist jeweils eine Dame weniger vertreten.

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Quelle: Archiv

Stadthagen. Die Sozialdemokratin Hülya Yavuz ist die einzige Migrantin der aktuell noch tagenden Ratsversammlung, für die nächste Ratsperiode stand sie nicht mehr zur Wahl. „13 Frauen sind für die SPD ins Rennen gegangen, dem Wahlergebnis war es geschuldet, dass wir nun eine Ratsfrau weniger stellen“, erklärt der Vorsitzende Jan-Philipp Beck. Dennoch liege der weibliche Anteil an der neuen Fraktion immerhin bei 40 Prozent, und weiterhin zählen neben Neuzugang Renate Junklewitz verdiente Kräfte wie Ulrike Koller und Ute Hartmann-Höhnke dazu. „Wir sind natürlich immer auf der Suche nach weiblicher Verstärkung“, so Beck.

Die Christdemokraten werden zukünftig mit Regina Soergel auf die aktuell stellvertretende Ratsvorsitzende verzichten, die übrigen vier Damen werden ihre Plätze behalten. Dagmar Deus, seit 2008 Vorsitzende der Frauen Union, hält die Lebensplanung für ein Hemmnis, mehr weiblichen Nachwuchs in den Rat zu locken. „Für junge Frauen steht zunächst die Ausbildung, später vielleicht Ehe und Kinder im Vordergrund“, meint Deus. Gleichwohl würde die Union gerne mehr Frauen ins Feld führen. „In der Partei haben wir immer einen fairen Umgang miteinander gepflegt. Da werden auch Frauen nicht untergebuttert“, versichert die Ratspolitikerin.

Für Die Linke wird Ferdinand Feist demnächst den einsamen Platz von Kathrin Vial besetzen. Die FDP bleibt auch mit einem Sitz mehr rein männlich repräsentiert. „Bei den kleinen Parteien heißt es hop oder top. Wegen des Wahlergebnisses konnten wir seit Renate Jobst im vorletzten Rat keine neue Frau mehr platzieren“, resümiert Lothar Biege (FDP).
Allein WIR stellt sich gegen den Trend. Von der Wählerinitiative wird sich Gundula Donjes nicht mehr als Einzelkämpferin behaupten müssen, mit Sahide Körmur zieht auch eine neue Ratsfrau mit ausländischen Wurzeln in den Rat.

Auch im Ortsrat Wendthagen-Ehlen muss die SPD auf eine Dame verzichten. „Antje Pöppel ist aus beruflichen Gründen nicht wieder angetreten. Zwar stand mit Rita Bauck eine neue Kandidatin zur Wahl, aber die Wähler haben per Direktwahl Matthias Bromm den Vorzug gegeben“, erklärte Ortsbürgermeisterin Ulrike Koller (SPD). Für die CDU wird Birgit Kiltsch Reina Krumsiek im Ortsrat ablösen. geb

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