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Stadthagen Stadt Wenn Hausmeister "schülerfrei" haben
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Wenn Hausmeister "schülerfrei" haben
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19:28 30.07.2011

Stadthagen (kil). „Es ist immer das gleiche Spiel“, erzählte Michael Hardekopf, Hausmeister des Wilhelm-Busch-Gymnasiums (WBG). Zusammen mit seinem Kollegen Bernd Hoffmann teilt er sich die Ferienzeit auf. „Bei 1400 Schülern fällt so einiges an“, berichtete er. Das fange beim Möbelrücken an und höre beim Bestellen von Schlüsseln für neue Kollegen auf. Weil die Klassen ihre Räume wechselten, müssten zum Beispiel die Räume neu bestuhlt werden. Außerdem fielen jede Menge kleiner und größerer Reparaturarbeiten an, angefangen von Steckdosen bis zu den Lampen.

„Mit Beginn der Ferien ändert sich das Arbeitsumfeld schlagartig“, meint er. Wenn die Jugendlichen während des Schulbetriebs bis 16 Uhr im Gebäude seien, ließen sich solche Aufgaben nur selten erledigen. „Jetzt ist es viel ruhiger, aber auch ein bisschen einsam“, gab er zu. „Schule ist eben Leben.“

Zusätzlich zu den handwerklichen Aufgaben müsse immer ein ganzer Schwung an Akten von den Jahrgängen vernichtet werden, die vor einigen Jahren ihren Abschluss gemacht haben. Auch die Einweisung neuer Lehrer und das Bestellen von Reinigungsmitteln sowie anderen Utensilien stehe auf der „Ferienliste“.

Hinzu kämen die stetigen Umbaumaßnahmen, die einen „gewaltigen Dreck“ erzeugten. „Es ist wie auf einer großen Baustelle“, erzählt der Hausmeister. Ebenfalls an die Ferienzeit sei die Grundreinigung gebunden, die der Schulreinigungsverein des WBG übernehme. Hardekopfs Aufgabe sei es dabei, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.

Auch Hannes Rasch, der als Hausmeister für das Hauptgebäude der Integrierten Gesamtschule Schaumburg (IGS) zuständig ist, hat in den Sommerferien wenig Gelegenheit, um auf der faulen Haut zu liegen. „Je älter das Haus wird, umso mehr Sachen fallen an“, berichtet er. „In der Schulzeit gibt es mal hier was, mal da was zu tun.“ Die Ruhe für längere Reparaturarbeiten zu erledigen, die in den vergangenen Monaten liegen geblieben seien, habe man meist nur in den Ferien.

Tische und Stühle müssten gewechselt, Türschilder reihenweise ausgetauscht und ein ganzer Haufen an Glühbirnen erneuert werden. Außerdem müsse er die Maler beaufsichtigen und bei der Grundreinigung dafür sorgen, „dass alles seinen Gang geht“, damit die Räumlichkeiten zu Schulbeginn wieder tipptopp sind.