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Wenn in den OP-Sälen das Licht ausgeht

Nachnutzung Krankenhausareal Wenn in den OP-Sälen das Licht ausgeht

In zwei Jahren, wenn voraussichtlich das Gesamtklinikum Schaumburger Land in Vehlen in Betrieb geht, gehen in den Operationssälen im Stadthäger Krankenhaus die Lichter aus und die Betten bleiben leer.

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Wie ein Halbmond könnte der Gesundheitscampus (Gebäude A, D, E, F) das entstehende Wohnareal begrenzen. Das Luftbild zeigt das Gelände aus süd-östlicher Richtung. 

Quelle: rg

Stadthagen. Wie die Krankenhausgebäude weiterhin genutzt werden können, welchen Objekte für den Abriss infrage kommen, und wie das gesamte 52 000 Quadratmeter große Areal genutzt werden kann, überlegen derzeit Planer des Landkreises.

Erhalten werden soll auf jeden Fall der älteste Klinikteil (A1) im Osten des Geländes. In dem sternförmig angelegten Gebäude aus dem Jahr 1934, erweitert 1954 (A2), ist im westlichen Trakt die Dialyse untergebracht. Dieser dient außerdem ein Anbau aus dem Jahr 2004 (A3). Im östlichen Schenkel (A2) befindet sich derzeit unter anderem die Notaufnahme.

Außer der Dialyse, die weiterhin betrieben wird, könnte laut Fritz Klebe, Leiter des Hochbauamtes des Landkreises, in den genannten Gebäuden das Gesundheitsamt einziehen. Der zum Teil 80 Jahre alte Komplex wurde wie andere Krankenhausgebäude 1995 saniert, erhielt unter anderem Wärmedämmung. Energetisch stehe also einer Weiternutzung nichts im Wege.

Anders sieht es mit zwei großen Bauquadern aus dem Jahr 1965 aus. Das Gebäude, das die Operationssäle und die Krankenhausküche enthält, (B) sowie das nebenliegende Bettenhaus (C) sind zwar innen saniert aber nicht energetisch behandelt worden.

Weiterhin lasse sich für das OP-Gebäude mit seinen fensterlosen Räumen kaum eine Nachnutzung finden. Beide Gebäude kommen nach derzeitigem Planungsstand für einen Abriss infrage.
Für eine Verwaltung mit zahlreichen Büroräumen empfiehlt sich hingegen der gelbe Klinkerbau aus dem Jahr 1989 (D) westlich der beiden Abrisskandidaten.

Erhalten werden sollen die zwei Gebäude im Norden (E), die zum einen vom Landkreis (Bußgeldstelle, Personalrat, Betriebsrat, Hochbauamt) und der Krankenhausprojektgesellschaft genutzt werden. Zum anderen beherbergen sie verschiedenen Facharztpraxen, die hier weiterhin Bestand haben sollen. Hierzu zählt auch die Strahlentherapie (F) in einem wenige Jahre alten Anbau.

Dialyse, Strahlentherapie und Facharztpraxen kennzeichnen laut Klebe, was das Krankenhausareal künftig auf jeden Fall sein soll: ein Gesundheitscampus. Die jetzige Rasenfläche im Süden inklusive Hubschrauberlandeplatz und dem Areal, das durch eventuellen Gebäudeabriss entstehen könnte, wäre für eine Wohnbebauung geeignet. Außerdem könnte auf dem Gelände ein Komplex für betreutes Wohnen entstehen.

Alle Planvarianten, die im Laufe dieses Jahres entstehen, werden laut Klebe mit der Stadt offen diskutiert. Gegen Ende des Jahres sollen dann konkrete Vorschläge für die Nachnutzung des Krankenhausareals vorliegen, die in den politischen Gremien diskutiert werden können. sk

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