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Stadthagen Stadt Wer ist der Brandstifter?
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Wer ist der Brandstifter?
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20:29 03.03.2016
Quelle: dpa
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Stadthagen

In einer mehr als sechsstündigen Auftaktverhandlung gegen einen 35-jährigen Stadthäger bildeten die Aussagen von Täter, Opfer und Zeugen eine undurchsichtige Gemengelage.
Die Liste der Anklagepunkte ist lang: Nötigung, Körperverletzung, versuchte Erpressung, Fahren unter Alkoholeinfluss und ohne Führerschein und nicht zuletzt Brandstiftung. Der Kfz-Mechaniker soll seine Exfreundin mehrmals gewürgt und schließlich im August ihre Wohnung an der Gubener Straße in Brand gesteckt haben.

Laut der 37-Jährigen gab es Streit: einmal an seinem Geburtstag, ein anderes Mal, als sie ihn nach einer Trunkenheitsfahrt von der Polizeiwache abholte. Ihre Aussagen widersprechen sich jedoch. Bei der Polizei gab die Mutter zweier Kinder zu Protokoll, dass der 35-Jährige sie von hinten gewürgt habe. Vor Gericht erklärt sie mehrmals ausdrücklich, dass sie ihn dabei ansah.

Seine Version: Die damals schwangere Frau sei gefallen und gestolpert, er habe ihr lediglich aufhelfen wollen. Zur Tatzeit, als der Brand ausbrach, sei er in Braunschweig gewesen, das erklärt er zumindest noch bei seiner Haftanhörung. Als die Geodatenanalyse dem widerspricht, korrigiert der Angeklagte seine Aussage: Er war erst in Braunschweig. Sei dann zwischen 16 und 17.30 Uhr nach Stadthagen gekommen, um nach der Trennung von seiner Freundin ein paar Sachen aus der Wohnung zu holen. Im Kofferraum hatte er zwei Bierflaschen aus Plastik, mit russischer Aufschrift – darin Benzin, falls er auf der Autobahn stehen bleibe. Der Vater der Frau hätte ihm den Zutritt zu der Wohnung untersagt. Daraufhin sei er zurück nach Braunschweig. Anschließend mit einem ihm bis dahin fremden Mann und einem Bekannten aus der JVA Wolfenbüttel nach Garbsen, wo der Bekannte in einen Fernbus umstieg.

Laut der Nebenklägerin haben ihr Vater und ihr Bruder an dem Tag des Brandes die Schlösser zu ihrer Wohnung ausgetauscht, weil sie sich von dem 35-Jährigen getrennt hatte und sich vor ihm fürchtete. Sie sei mit ihren Kindern erst zu ihren Eltern, dann zu ihrer Schwester gegangen. Einen Schlüssel habe der Angeklagte nicht gehabt. In der Wohnung wurde nach dem Brand allerdings eine seiner Flaschen mit Benzinvorräten sichergestellt. Inwieweit die mit illegalen Silvesterknallern – Stumpe sprach von „Sprengsätzen“ – spielenden Kinder das Feuer entfacht haben könnten, muss im weiteren Verfahren geprüft werden.

Zwei weitere Verhandlungstage haben Richter, Staatsanwalt, Verteidigerin und zwei Sachverständige, um die Zusammenhänge aufzuklären und Licht in die verworrenen Aussagen zu bringen. tbh

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