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Wer suchet, der findet

Stadthagen / Ferienjobs Wer suchet, der findet

In den Sommerferien suchen viele Schüler nach einer Möglichkeit, ihr Taschengeld aufzubessern. Davon profitieren vor allem Saisonbetriebe wie Eisdielen. Aber auch als Küchenhilfe können Jugendliche sich ein Stück Unabhängigkeit erarbeiten und ihr eigenes Geld verdienen.

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Nicolas Klein serviert den Gästen des „La Piazzetta“ kalte Getränke.

Quelle: mak

Von Martina Koch

Stadthagen. Bei der Stadt selbst sieht es für Schüler hingegen mau aus, aufgrund der geringen Nachfrage bietet die Stadtverwaltung aktuell keine Ferienjobs an.
Es mangelt der Stadt jedoch auch an personellen Kapazitäten, wie Bettina Burger von der Stadtverwaltung betont. „Es hat keinen Sinn Ferienjobs anzubieten, wenn wir den Schülern keine adäquate Anleitung gewährleisten können“, so Burger. Für jeden Ferienjobber benötigt die Stadt fachliches Personal, das die Schüler nicht nur in die Arbeit einführt, sondern währenddessen auch begleitet. Abgesehen davon sei die Nachfrage nach Ferienjobs seitens der Schüler aber auch sehr gering, fügt Burger hinzu.

Schüler wie Gerlinde Sasse (18) profitieren bei der Ferienjobsuche vom geringen Interesse der Jugendlichen– oder verfügen über das nötige Quäntchen Glück bei ihrer Suche: „Ich habe mich telefonisch beim La Piazzetta gemeldet, habe mich hier vorgestellt und den Job als Aushilfe bekommen“, sagt Sasse. Lange suchen müssen hat sie nach eigenen Angaben nicht, der Job im „La Piazzetta“ war jedoch der einzige Job aus Stadthagen auf ihrer Liste, alle anderen Optionen haben sich in der Umgebung von Stadthagen befunden. „Zu meinen Aufgaben in der Küche zählen das Zubereiten von Salat, die Spülmaschine bedienen und das Putzen der Küche“, zählt Gerlinde auf. Im weiteren Verlauf der Ferien wird sie ihr Talent auch beim Verkauf in der Eisdiele des „La Piazzetta“ auf die Probe stellen dürfen.

Nicolas Klein (20) hat ebenfalls einen Ferienjob im „La Piazzetta“ ergattert und hilft momentan in der Eisdiele des Betriebs aus. „Ich gehe in Madrid zur Schule und besuche in den Ferien meine Familie in Deutschland“, so Klein. Er hat sich auf eine Internet-Annonce beim „La Piazzetta“ gemeldet. „Für mich war es nicht schwer, einen Job zu finden“, sagt er.

Die Erfahrungen von Nicolas und Gerlinde bilden das komplette Gegenteil zu den Erfahrungen von Abiturientin Julia, die im vergangenen Jahr zum Thema Ferienjobs von den SN interviewt worden ist. Sie habe lange suchen müssen, bis sie schließlich übers Internet einen Ferienjob im Blaubeercafé auf dem Obsthof Wedeking in Lüdersfeld gefunden hatte. In einer Eisdiele einen Job zu finden sei für sie sehr schwer gewesen.

Dieses Bild kann ein Jahr später auch Holger Schulz, Geschäftsführer vom Feinkosthaus Tietz in Stadthagen bestätigen: „Ferienjobs sind sehr begehrt und bei uns schnell vergeben“. Das liegt vor allem daran, dass in erster Linie zukünftige Azubis Ferienjobs beim Feinkosthaus angeboten bekommen, die zum kommenden Ausbildungsjahr ihre Lehre beginnen. „Es ist auch mal ein Schüler unter den Jobbern, bei dem es sich nicht um einen späteren Azubi handelt, das kommt aber eher selten vor“, so Schulz.

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