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Stadthagen Stadt Weststadt steht vor großen Herausforderungen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Weststadt steht vor großen Herausforderungen
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12:31 11.03.2018
Awo-Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske (am Kopfende) steht den heimischen SPD-Mitgliedern Rede und Anwort. Quelle: col
Stadthagen

 Über den aktuellen Stand der Arbeiten an der Gubener Straße haben sich die heimischen Sozialdemokraten jetzt ein Bild gemacht.  Awo Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske und Quartiersmanagerin Christina Allard-Kopplin haben darüber informiert, was in den vergangenen Wochen und Monaten seit dem positiven Förderbescheid getan wurde.

„Der Anfang war zäh“, gibt Hanauske zu. Lange hatte sich die Suche nach passenden Räumlichkeiten hingezogen, nun sind die Bauarbeiten im Endstadium. Im November habe es das erste „Kennenlernen-Treffen“ gegeben, um zu erfahren, was sich die Anwohner wünschen. „Uns geht es schließlich nicht darum, den Menschen hier etwas überzustülpen. Sie sollen hier selbst etwas gestalten können, wir stellen das Know-how“, betont die Geschäftsführerin.

Netzwerkarbeit

Allard-Kopplin hat in den vergangenen fünf Monaten seit ihrer Einstellung „in erster Linie Netzwerkarbeit gemacht“, wie sie sagt. Sie habe mit vielen Menschen aus der Flüchtlingsarbeit sowie Mitarbeitern des Familienzentrums gesprochen und an Veranstaltungen teilgenommen. Auch mit der Grundschule Am Sonnenbrink und dem Kindergarten Regenbogenhaus habe sie schon Kontakte geknüpft. Nach dem Sommer solle die Zusammenarbeit beginnen. Künftig könnten im Begegnungszentrum sogar Ferienspaßaktionen angeboten werden.

 Bereits geplant sind ein PC-Kurs für Frauen, ehrenamtlich geführte Alphabetisierungs- und Sprachkurse, Beratungen sowie ein Public Viewing zur WM. Ein Integrationslotse des Landkreises wird dort eine Männergruppe betreuen und eine Geflüchtete hat sich bereit erklärt, eine Frauengruppe zu leiten.

 „Wir haben schon lange gesagt, dass die Weststadt zu kurz kommt.“, sagt SPD-Mitglied und Schulsozialarbeiter Thomas Pawlik. Dieser Ort sei genau das, was dem Stadtteil gefehlt habe. „Hier ist die Chance, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, die eben nicht ins Rathaus gehen.“ Dennoch wolle er die Stadt nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. „Ich erwarte, dass es Kooperationen mit der künftigen Integrationsbeauftragten gibt. Synergieeffekte müssen genutzt werden.“

 Hanauske erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Awo schon vor Jahren ein ähnliches Projekt habe anstoßen wollen, „damals sind wir nicht durchgedrungen bei der Stadt“. Mit 25.000 Euro fördert die Stadt das Quartiersmanagement. Gegen den Willen der CDU hatte der Rat im Juni dafür gestimmt.

Der richtige Weg

Für Beck ist die Lage des Begegnungszentrums – als Teil des Gewerbeparks, aus dem Inhaber Sven Rickes ein kreatives Zentrum machen möchte – ideal. „Das ist ein gutes Beispiel, wie aus einer ehemaligen Industriefläche ein kreativer Ort wird.“ Durch die bereits abmontierten Zäune zur Gubener Straße, der Ankündigung, dass die Schranken fallen sollen, verliere sich der abgeschottete Charakter und der Bereich werde ins Viertel integriert. „Ich glaube, dass das Konzept der Awo, ein dezentrales Betreuungszentrum zu installieren, der richtige Weg ist“, so Beck. Der Migrationsanteil in der Weststadt liegt bei 43,5 Prozent – ohne die Menschen, die durch die Einbürgerung einen deutschen Pass haben.

 Planungssicherheit gibt es für das Projekt jedoch nicht. Die Förderung des Landes in Höhe von 70.000 Euro gilt nur für ein Jahr, weswegen auch der Mietvertrag seitens der Awo nur für ein Jahr abgeschlossen worden ist. „So ein Projekt fängt man nicht für ein Jahr an“, sagt Hanauske. In der Sozialarbeit sei es jedoch leider normal, von Jahr zu Jahr denken zu müssen. col

Eröffnung am 9. März

 Die offizielle Eröffnung des Begegnungszentrums soll am Freitag, 9. März, gefeiert werden. Ab 14 Uhr sind alle Mitglieder des Stadtrates in die Räumlichkeiten an der Gubener Straße eingeladen. Auch Arbeitsminister Olaf Lies hat sein Kommen zugesagt. „Und ich hoffe, er hat gute Nachrichten dabei“, spielt Awo-Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske auf die Hoffnung, an, dass das Projekt weiter gefördert wird. Ab 16 Uhr ist die Öffentlichkeit willkommen. 2000 Einladungen will die Awo dafür verteilen. col

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