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Wettlauf gegen den „inneren Schweinehund“

Stadthagen / Laufserie Wettlauf gegen den „inneren Schweinehund“

Der Begriff „Laufserie“ hat bei der Abschlussveranstaltung der gleichnamigen Schaumburger Aktion eine ganz neue Dimension erhalten. Extremsportler und Ex-„Kelly Family“-Mitglied Joey Kelly lieferte den gut 250 Besuchern im Foyer der Sparkasse einen rasanten Ritt durch seine ganz persönliche Serie an Marathonläufen und anderen sportlichen, teils auch musikalischen Erfolgen.

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Autogramm- und Fotostunde mit Joey Kelly.

Quelle: fwi

Stadthagen (kil). Das Motto „No limits“ (keine Grenzen) hätte dabei nicht passender sein können.

 Auf den Auftritt des 38-jährigen gebürtigen Iren warteten etwa 150 Teilnehmer der Laufserie sowie weitere 100 Interessierte, die den Prominenten teils aus seiner Zeit als Musiker, teils als Sportler oder von Stefan Raabs Wok-WM kennen und einmal live erleben wollten.

 Mit roter Schirmmütze und sportlicher Jacke trat Kelly gewohnt locker ans Mikrophon. Es begann ein rund 90-minütiger, humorvoller Vortrag, der in vielerlei Hinsicht extrem war. Selbstironisch, aber auch stolz auf seine sportlichen Höchstleistungen, lieferte der 38-Jährige ein „Best of“ seiner härtesten Läufe vom Iron- bis zum Ultraman (stundenlang Schwimmen, Radfahren, Laufen) – und das unter extremen, teils gefährlichen Bedingungen. Immer im Wettlauf gegen die eigene Zeit und gegen den „inneren Schweinehund“.

 Mit Filmen hinterlegt, gab er den Gästen einen Eindruck davon, wie es ist, 500 Kilometer durch Eis und Schnee zum Südpol zu marschieren, sechs Tage lang bei 48 bis 52 Grad im Schatten durch die Wüste zu laufen oder sich ohne Verpflegung und Zelt von der Nordsee bis zur Zugspitze durchzuschlagen. Hunger, blutige Füße oder Schmerzen tat er selbstbewusst mit „Hysterie des Körpers“ ab – so auch der Titel seines Buches.

 Einen Schwenker machte er auch zur Geschichte der Musikerfamilie, warf vorher die Frage in den Raum: „Kennen Sie noch die Kellys? Keine Angst, ich mache es kurz und ich werde nicht singen“. Getreu seinem Prinzip, für seine Träume zu kämpfen, habe auch die Musikerfamilie nie aufgehört, ihre Ziele zu verfolgen und sich von der Straße bis zum Stadion, gefüllt mit 50000 Fans, hochgesungen. Zwölf Kinder – auch sein Vater habe offenbar „kein Limit“ gekannt, schmunzelte Kelly.

 Nicht aufzugeben, Ausdauer zu zeigen und Mut zu haben, ist für Kelly der Schlüssel zu beruflichen und privaten Erfolgen. Das gab er auch den Läufern und Gästen mit auf den Weg.

 Mehr zur Laufserie gibt es morgen in den SN.

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