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Widerstand gegen „schwachsinnige Pläne“

Gegner des trassenfernen Bahnausbaus vereinbaren enge Zusammenarbeit Widerstand gegen „schwachsinnige Pläne“

Unter dem Motto „Regionaler Schulterschluss“ hatte die Wählerinitiative WIR für Schaumburg zu einem Informationsabend über den Ausbau der Bahntrasse Hannover-Minden eingeladen. Ein formelles kreisweites Bündnis gegen die trassenferne Lösung kam gleichwohl nicht zustande.

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Stadthagen/Landkreis. Allerdings haben WIR, die Bückeburger Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn (Bigtab), die in Gründung befindliche Bad Nenndorfer Bürgerinitiative und der Stadthäger Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos) eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Aber auch eine gemeinsame Resolution gab es nicht. Derartige Stellungnahmen zum Bundesverkehrswegeplan können noch bis zum 2. Mai eingereicht werden. „Die Frist bis dahin ist zu kurz, um uns noch mit den jeweiligen Vorständen abzustimmen“, begründete WIR-Vorsitzender Richard Wilmers die Zurückhaltung. Vielmehr wurde vereinbart, „in engem Kontakt zu bleiben und sich gegebenenfalls zur Beratung des weiteren Vorgehens wieder zu treffen“, so Wilmers.

Ziel: "großes Sprachrohr werden"

Zuvor hatten die Gegner des trassenfernen Ausbaus vor den 30 Teilnehmern in der Stadthäger Alten Polizei übereinstimmend den Willen bekundet, einen Schulterschluss zu suchen. „Wir sollten gemeinsam ein großes Sprachrohr werden“, bekundete etwa Bigtab-Vertreter Thomas Meier. Die Initiatorin der gerade neu entstehenden BI in Bad Nenndorf, die Suthfelder Bürgermeisterin Katrin Hösl, betonte, es sei „wichtig zusammenzuwirken“. Theiß fügte hinzu: „Wir müssen uns solidarisieren und mit einer Sprache sprechen“. Ähnlich äußerte sich WIR-Chef Wilmers. Ralph Tegtmeier aus Bad Nenndorf, einer der Bewerber für die SPD-Bundestagskandidatur, drückte es drastischer aus: „Wir sollten uns eng vernetzen, um einen starken Widerstand gegen diese schwachsinnigen Pläne auf die Schiene zu kriegen.“
Hösl schilderte, bei Umsetzung der trassenfernen Lösung würde „Hohnhorst von drei Seiten komplett von Schienennetzen eingekesselt“. Der Raum zwischen Helsinghausen und Kreuzriehe „würde total zerstört“. Der Abriss von Häusern werde zwangsläufig sein. Meier sprach mit Blick auf Bückeburg von „durchtrennten Lebensräumen“ und einer „quer durch wertvolle Natur verlaufenden Trasse“. Die Pläne seien „eine absolute Katastrophe“.

Fehler in Planung aufdecken

Wilmers bekundete: „Einen trassenfernen Ausbau darf es nicht geben und einen trassennahen auch nur, wenn bestimmte Schutzmaßnahmen erfüllt werden“. Auf diese setzte Theiß für Stadthagen, wo ein trassennaher Ausbau geplant ist: „Wir werden einen Schwerpunkt auf den Lärmschutz legen.“ Es müsse damit gerechnet werden, „dass Gebäude weichen werden“, fügte Theiß hinzu. Im Rahmen eines eventuellen Planfeststellungsverfahrens werde es freilich noch die Chance geben, „Fehler in der Planung aufzudecken“, kündigte der Bürgermeister an. Bigtab-Vertreter Meier bemerkte an dieser Stelle: „Den von einem trassennahen Ausbau Betroffenen kann ich nur mein Mitgefühl aussprechen“.
ssr

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