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Wie vom Zehner springen – nur ohne Wasser

Stadthagen / Verkehrssicherheit Wie vom Zehner springen – nur ohne Wasser

„Mit 50 Stundenkilometern unangeschnallt gegen eine Wand zu knallen, das ist so, als würde man aus zehn Metern Höhe auf den Boden springen. Und wer würde das schon freiwillig machen?“ – Mit solchen Vergleichen hat Carsten Wilkening von der Stadthäger Polizei die Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Stadthagen für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert.

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Unfälle vermeiden: Polizist Carsten Wilkening versucht, die Schüler für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren.

Quelle: kil

Von Kirsten Elschner

Stadthagen. Die rund 90-minütigen Vorträge stehen im Kontext der Verkehrssicherheitsinitiative 2020, die die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg zur Thematik „Risikogruppe junge Fahrer“ an mehreren Schulen in Stadthagen durchführt. Ziel ist es, die Zahl der verletzten und getöteten jungen Menschen zu halbieren.

Die BBS hat für die Info-Veranstaltung speziell die Jahrgänge herausgesucht, die im klassischen „Disko-Alter“ sind und schnell mal bei anderen ins Auto einsteigen, erzählte Werner Müller, Teamleiter Politik.

Anhand von realen Unfällen aus der Region und vielen Fakten klärte der Polizist die Schüler über die Folgen von überhöhter Geschwindigkeit sowie Alkohol, Drogen und Müdigkeit am Steuer auf – veranschaulicht mit vielen abschreckenden Fotos. „Die Bilder haben mich auf jeden Fall bewegt“, erzählt eine Schülerin, die gerade ihren Führerschein macht. Ihre Mitschülerin sagt: „Wer von diesem Vortrag nichts mitnimmt, muss echt Probleme haben.“ Die beiden Schülerinnen hätten die Schilderungen des Polizisten ganz sicher nachdenklich gestimmt. Und auch Wilkening selbst sagt: „Solche Bilder kriegt man nicht mehr aus dem Kopf“.

Der Polizist verzichtete bei seinem Vortrag auf „Samthandschuhe“. Es gebe zahlreiche Unfälle, die aus Blödheit verursacht würden und absolut vermeidbar wären. Intensiv ging er auf die Frage „Was mache ich, wenn ich von der Feier nach Hause will, und der Fahrer getrunken hat?“ ein. Zunächst solle man vorher abklären, wer zurückfährt. Bei Betrunkenen ins Auto einzusteigen, sei ein „No-Go“. Sollte jemand trotz Trunkenheit fahren wollen, sollte man ihm ins Gewissen reden und notfalls sogar den Schlüssel wegnehmen.

Zivilcourage, die auch in anderen Fällen gefragt ist: Wenn einer besoffen und vollgekotzt in der Ecke liege, solle man nicht doof daneben stehen und Videos drehen, sondern helfen, betonte der Polizist. Hilfe zu leisten, sei nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, man tue dabei auch etwas für die eigene Persönlichkeitsentwicklung, sagte er.

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