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Stadthagen Stadt Wiedersehen nach dem "Perfekten Dinner" im Lusthaus
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Wiedersehen nach dem "Perfekten Dinner" im Lusthaus
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18:56 15.03.2019
Devin Dayan (von links), Elmar Roth, Julia Dralle und Sabine Schmidt feiern ihr Wiedersehen im Stadthäger Lusthaus. Quelle: col
Landkreis/Stadthagen

Beim Wiedersehen mit den anderen Kandidaten verrät Roth, dass seine „berühmt-berüchtigte“ Torte gar nicht so eine Kalorienbombe ist, wie sie aussieht: „Drin steckt nämlich Quark statt Sahne.“ Auch bei den Besuchern kommt sie laut Dralle gut an: „Die Torte ist der Renner.“ Doch statt süßen Versuchungen gibt es beim Revival, bei dem nur Jessica fehlt, Sekt, den Sabine Schmidt spendiert. Und dann wird erst mal angestoßen – so wie in der Sendung immer wieder. Dies sei doch aber nur so zusammengeschnitten worden, „wir haben bestimmt nicht mehr getrunken als andere Gruppen“, sagt Schmidt lachend. Roth widerspricht grinsend: „Wir brauchen uns nicht zu schämen, dass wir als Schaumburger eben gerne trinken.“

"Eine coole Runde"

Die Stimmung unter den Hobbyköchen ist entspannt, hier scheint die Harmonie, die im Fernsehen rüberkam, echt zu sein. Auch bei Facebook hatte viele Leute kommentiert, wie toll sie die Schaumburger finden. „Ich habe seitdem jede Folge der Sendung gesehen und ohne eingebildet zu sein, kann ich sagen, dass wir die beste Gruppe waren“, sagt Roth. Auch Devin Dayan, mit 23 Jahren jüngster im Team, sagt: „Wir waren eine echt coole Runde.“ Aber auch negative Kommentare waren zu lesen. Sie habe bewusst darauf verzichtet, die sozialen Medien zu durchforsten, sagt Dralle. „Es kommt ja auch nur darauf an, was meine Freunde denken.“ Und Roth fügt hinzu: „Die, die einen im Internet zerreißen, würden nie einen Kochlöffel in die Hand nehmen.“ Dass Dralle online vorgeworfen wurde, die anderen Kandidaten unfair bewertet zu haben, können diese nicht nachvollziehen. „Zwischen dem ersten und dem letzten Platz lagen nur fünf Punkte. Ich glaube schon, dass wir sehr fair untereinander waren“, sagt Schmidt, die noch immer von Elmars Wasabi-Eis schwärmt („Geschmacksexplosion“). Sie habe es schon nachzumachen versucht, „es ist mir aber total misslungen“.

Einig sind sich auch alle, dass es eine tolle Erfahrung war, die sie nicht missen möchten. Erneut mitmachen würde sie jedoch nicht, gesteht Schmidt. Dafür sei es ihr einfach zu stressig gewesen. Roth widerspricht lachend: „Versteh dich gar nicht, ich habe mich mittags noch mal eine Stunde hingelegt.“ Er würde sogar gerne noch mehr Gänge kochen.

Lange Drehtage

14 Stunden pro Tag ist jeder Kandidat während „seines“ Tages gefilmt worden. Morgens um 9 Uhr sei es losgegangen. Letztlich suche jedoch die Produktionsfirma die Sequenzen aus, die gesendet werden. So seien das Interview mit Roths Enkelin sowie die Fotos von Schmidts Enkeln letztlich nicht zu sehen gewesen.

Die restlichen vier mussten um 15 Uhr immer zu zweit zum Interview in einem Café zusammenkommen – in Stadthagen, Bückeburg oder Minden. Die Gäste trudelten dann um 18.30 Uhr ein, das letzte Interview sei um 1 Uhr beendet gewesen. Ein langer Tag also. Großes Lob von allen Kandidaten geht an das Produktionsteam. „Die waren so positiv auf uns eingestellt und haben mir Mut gemacht“, erinnert sich Schmidt.

Von der Gage – 800 Euro erhält jeder Kandidat für seine Unkosten, und um für faire Ausgangschancen zu sorgen – hat sich Dralle eine Kaffeemaschine gekauft.

Eigener Song kommt gut an

Natürlich würden sie immerzu wiedererkannt. Roth zeigte sich überrascht, wie viele Menschen die Sendung schauen. Gleich von zwei Ärzten sei er auf seine Teilnahme angesprochen worden. Auch Dayan hat viele positive Rückmeldungen bekommen, wie er erzählt. Vor allem sein selbst geschriebener Song „Nummer 1“ ist sehr gut angekommen, wie an den Facebook-Kommentaren zu sehen ist.

Und Roth lüftet zum Schluss auch noch ein Geheimnis. Denn auch viele Zuschauer haben sich gefragt, wo denn seine selbst gemachten Schupfnudeln hingeraten sind. „Ich habe mich so geärgert, dass ich sie vergessen hatte. Aber meine Frau hat sich am nächsten Tag darüber gefreut.“ Genauso wie über den Gewinn von 3000 Euro, den ihr Mann eingefahren hat. Er selbst hat sich eine neue Armbanduhr gegönnt.

Von Mira Colic