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Wilhelm-Busch-Tage „verzichtbar“

Stadthagen Wilhelm-Busch-Tage „verzichtbar“

Die Tage der Weserrenaissance sollen regelmäßig jährlich stattfinden. Dieser Wille führender Ratspolitiker ist in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing deutlich geworden. Der städtische Wirtschaftsförderer Lars Masurek zeigte sich namens der Verwaltung in dieser Frage zurückhaltend.

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STADTHAGEN. Die Tage der Weserrenaissance basieren auf einem „runden Konzept“, befand Jan-Philipp Beck, Sprecher der Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP. Besonderer Trumpf sei das starke Engagement vieler Ehrenamtlicher, „die ihr Herzblut da hineingeben“, so Beck. Dieses gelte es ernst zu nehmen und zu nutzen. Zudem sei die Weserrenaissance „die Kernmarke Stadthagens“. Der SPD-Politiker schlussfolgerte: „Wir wären mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir die Tage der Weserrenaissance nicht jährlich machen würden.“

Auf SN-Nachfrage verdeutlichte Beck nach der Sitzung, die im vergangenen Jahr als Pilotprojekt anstatt der Tage der Weserrenaissance durchgeführten Wilhelm-Busch-Tage halte er für „verzichtbar“. Die Auswertung der Wilhelm-Busch-Tage habe aus Sicht seiner Gruppe „eine überwiegen kritische Bilanz ergeben“. In der Sitzung hatte Norbert Kunze (FDP) zuvor geäußert, die Wilhelm-Busch-Tage seien „krachend gescheitert“. Darüber hinaus seien deren Kosten dreimal so hoch gewesen wie bei den Tagen der Weserrenaissance, fügte Beck hinzu.

Gewöhnung für Publikum

Masurek entgegnete, die Evaluierung der Wilhelm-Busch-Tage, die auf eine Initiative von Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos) zustande gekommen waren, habe „auch viele positive Punkte ergeben“. Dasselbe gelte für eine Publikumsbefragung. Vor diesem Hintergrund hob Masurek aus Sicht der Verwaltung hervor, ob die Tage der Weserrenaissance künftig jährlich stattfinden sollen, „lasse ich hier mal offen“. Die Verwaltung wolle dazu „Ende des Jahres einen Vorschlag machen“. Im vergangenen Jahr hatte im Raum gestanden, die Tage der Weserrenaissance und die Wilhelm-Busch-Tage eventuell jährlich abwechselnd zu veranstalten. Auf die Äußerungen von Masurek hin bemerkte Beck, er würde „es begrüßen, wenn die Verwaltung die Bewertungen der Politik zu den beiden Veranstaltungen ernst nimmt“. Kunze ergänzte: „Ich höre die Botschaft des Offenlassens ungerne.“

Zuvor hatte sich auch Andreas Ahnefeld (CDU) für eine jährliche Folge der Tage der Weserrenaissance ausgesprochen. „Das bringt für diese gute Veranstaltung einen Gewöhnungseffekt für das Publikum.“ Wie auch Beck forderte Ahnefeld zudem, bei den Tagen der Weserrenaissance innovativ zu sein und Abwechslungen zu bieten. Das gelte besonders mit Blick darauf, mehr jüngeres Publikum anzuziehen. Beck bemerkte, einige Elemente der Wilhelm-Busch-Tage, wie etwa die „Street Art“-Malerei, könnten für die Tage der Weserrenaissance übernommen werden. ssr

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