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„Wir müssen noch mehr Theater machen“

Reinsen / Landstraßen „Wir müssen noch mehr Theater machen“

Dass die Landesstraßen 444 und 447 durch den Ort in einem schlechten Zustand sind, ist schon seit mehr als zehn Jahren bekannt: Zu enger Fahrbahnquerschnitt, kein Rand, und wegen des allgemein schlechten Zustandes ist die Geschwindigkeit auf der mehr als 50 Jahre alten Straße auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt.

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Die Reinser ärgern sich über die kaputten Landesstraßen. © aw

Reinsen (aw). Dass sich daran bis heute nichts geändert hat, sorgt in Reinsen für Unmut, und der wurde beim Informationsabend, zu dem der Ortsbeauftragte Erich Lockemann und die Stadtratskandidatin Ute Hartmann-Höhnke am Donnerstag ins Feuerwehrgerätehaus eingeladen hatten, mehr als deutlich. „Wir müssen noch mehr Theater machen, viel, viel mehr“, so Lockemann. Hartmann-Höhnke regte in diesem Zusammenhang Protestaktionen an, beispielsweise ein Picknick als Straßenblockade.

Nicht nur der schlechte Zustand, auch der starke Verkehr stößt den Anwohnern sauer auf. Ortskundige, erzählt ein Zuhörer, nutzten die Verbindung durch Reinsen als Abkürzung, „weil man hier oben einfach schneller zur Autobahn kommt“. Die B 65 werde wegen des landwirtschaftlichen Verkehrs und des Blitzers gemieden. Dies und der schlechte Straßenzustand machten es beispielsweise für Radfahrer unmöglich, die Straße zu nutzen. Außerdem ereigneten sich zahlreiche Unfälle.

Den Vorwurf der Untätigkeit wies Lockemann zurück. Sowohl die Stadt als auch der Landkreis hätten sich bei der Landesverwaltung um ein Fortkommen des Projekts bemüht. Der Stadtrat habe sogar einstimmig eine Petition verfasst. Das Land jedoch hat in einer Stellungnahme auf die begrenzten finanziellen Mittel und zahlreiche andere ausstehende Straßenbaumaßnahmen hingewiesen. „Die haben sich nicht gerührt“, so Lockemann wütend. „Wenn ich dann noch höre, die Wirtschaft soll sich für die Infrastruktur einsetzen, dann steht es mir hier oben.“

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