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Stadthagen Stadt „Wir sind super, super dankbar!“
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt „Wir sind super, super dankbar!“
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17:20 17.07.2017
Bernd Koller (von links) übergibt 400 Euro an Filiz Lort und Jonathan Böhnke. Lucy lässt sich von Martina Gruson unterhalten. Quelle: sk
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STADTHAGEN

Gestern gab es außerdem eine Geldspende. Bernd Koller, Präsident des DRK-Kreisverbandes, überreichte Böhnke und seiner Lebensgefährtin Filiz Lort für den Neustart 400 Euro aus dem Sozialfond des DRK.  Durch einen Bericht in den SN hatten sich noch am Erscheinungstag viele Dutzend Menschen bei dem junge Paar gemeldet, die Möbel oder Kleidung spenden wollten. Leider, so Lort, konnten sie nicht alle Anrufe beantworten oder registrieren. Die Hilfsbereitschaft sei riesig gewesen. Vom Kinderbett bis zur Couch ist jetzt bereits sehr viel vorhanden. Kühlschrank und Herd sind in Aussicht.

Hilfsorganisationen arbeiten zusammen

 Um Kleidung hat sich auch Martina Gruson gekümmert, Koordinatorin der DRK-Kleiderkammer. Hilfe gab es auch von der Arbeiterwohlfahrt im Familienzentrum, vor allem in Form von Windeln und Babynahrung. „Im Notfall agieren die Hilfsorganisationen im Landkreis gut zusammen“, freut sich Awo-Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske. Mit Sachspenden und einer Geldsumme hat ebenfalls die Stadthäger Freimauerloge Albrecht Wolfgang geholfen, berichtet Lort. Die beiliegende Karte mit guten Wünschen werde gut aufbewahrt.

Alle packen mit an

 Fremde und Freunde, die neuen Nachbarn (Lort: „Sie kochen für uns!“) und Verwandte packten und packen mit an. Die Mutter und deren Lebensgefährte luden einen Wohnzimmerschrank ins Auto. Eine Wickelkommode wurde angeliefert und eine Couch. Das ist für die Familie sehr hilfreich, da kein Auto vorhanden ist.

Badewanne voll gespendeter Kleidung

 Eine Frau von einer Kinderkrippe habe Spielzeug gebracht, eine Familie aus Wendthagen ebenfalls sehr viel Spielzeug gespendet. Angekommen sind derweil auch viele notwendige Kleinigkeiten: Töpfe von den Freimaurern, ein Toaster von der Großmutter. Ein Hochstuhl für Lucy ist da. Die Mikrowelle ist geliehen und steht mit einem kleinen Backofen vorerst auf einer kleinen Kinderbank, die eine Frau gebracht hat. In der Küche wird noch am meisten improvisiert. Der Abwasch erfolgt im Badezimmer. Die Badewanne liegt voll gespendeter Kleidung, die auf die Waschmaschine wartet. Mit viel Umsicht meistert die junge Familie ihre Situation und freut sich über die erfahrene Hilfe. Böhnke und seine Lebensgefährtin wenden sich an alle Helfer und Spender: „Wir sind super, super dankbar!“ sk

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