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„Wir sind verzweifelt“

Ehemalige La Piazzetta-Mitarbeiter „Wir sind verzweifelt“

In einer äußerst schwierigen Situation befinden sich ehemalige Mitarbeiter des in die Krise geratenen Restaurants La Piazzetta. „Wir sind verzweifelt“, bekennt Emmanouela Manolakaki (27) im Gespräch mit dieser Zeitung. Nach deren Angaben ist allen acht Mitarbeitern Ende November „von heute auf morgen“ gekündigt worden.

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In schwieriger Lage: Die früheren La Piazzetta-Mitarbeiter Emmanouela Manolakaki und Filipe Gomes.

Quelle: ssr

Stadthagen. „Wir stehen mit nichts in der Hand da“, fügt Filipe Gomes (42) hinzu. Das Gehalt für November haben die Mitarbeiter nach Darstellung von Manolakaki und Gomes nicht erhalten. Den bis Montagmittag letzten Kontakt zu La Piazzetta-Geschäftsführer Frank Gerecht hatten Mitarbeiter Mitte vergangener Woche. „Da konnte er uns nicht sagen, wie es weitergeht, ob er das Restaurant verkauft oder ob es zu einem Insolvenzverfahren kommt“, berichtet Manolakaki. Seitdem sei Gerecht für sie nicht mehr erreichbar: „Wir hängen völlig in der Luft.“

 Was die Gekündigten nach den Worten von Manolakaki besonders verärgert: Der Geschäftsführer habe den Mitarbeitern bislang einige für die Beantragung von Arbeitslosengeld wichtige Unterlagen noch nicht ausgehändigt. „Da geht es um Belege wie Lohnabrechnungen und Arbeitsbescheinigungen.“ Bei der Agentur für Arbeit hätten die Betroffenen deswegen bislang noch nichts erreichen können, berichtet Manolakaki.

 Sie seien von der Agentur zum Jobcenter wegen eines Vorschusses auf Arbeitslosengeld geschickt worden, ergänzt Gomes: „Doch bis das genehmigt wird, das dauert einfach einige Zeit.“ Bis Montag hatten die Betroffenen jedenfalls noch kein Geld von der Behörde bewilligt bekommen.

 „Wir machen den Behörden keinerlei Vorwürfe, die machen ihre Arbeit sicher gut“, ist es Manolakaki wichtig zu betonen. Gleichwohl befinden sich die entlassenen Mitarbeiter „in einer akuten Notsituation“. Auf „einen hilfreichen Hinweis“ des Jobcenters hin sei sie zur Stadthäger Tafel gegangen, um sich Essen zu besorgen, erzählt Manolakaki. Vorher hätten die acht Mitarbeiter ihr „Geld zusammengeschmissen, um Nahrungsmittel einzukaufen“. Doch die Reserven gingen nun zu Ende.

 Was die Situation für die Griechin Manolakaki und den Portugiesen Gomes noch zuspitzt: Beide haben für Kinder zu sorgen, die in der Heimat leben. „Ich kann die regelmäßige Überweisung im Moment nicht tätigen“, erzählt Gomes.

 La Piazzetta-Geschäftsführer Frank Gerecht war am Montag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. ssr

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