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„Wir sind zur Vollsperrung gezwungen“

Stadthagen / Bundesstraße 65 „Wir sind zur Vollsperrung gezwungen“

Vollsperrung an einem der verkehrsreichsten Nadelöhre der Stadt – das zwingt seit Montag Tausende von Autofahrern zu erheblichen Umwegen.

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Voll gesperrt: Auf einem der am dichtesten befahrenen Streckenabschnitte der Kreisstadt ist die Durchfahrt in beide Richtungen verboten.

Quelle: rg

Von Stefan Rothe. Für voraussichtlich 14 Tage ist der Abschnitt der B65 zwischen der Umgehungsstraße und dem „Vornhäger Krug“ wegen der Sanierung der Fahrbahn nicht passierbar. Für reichlich Irritationen sorgte eine unvollständige Ausschilderung der beiden Umleitungsstrecken.

 „Wir hätten die Vollsperrung gerne vermieden, sind zu dieser aber leider gezwungen“, räumte Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Geschäftsbereich Hameln, ein. Grund sei der Arbeitsschutz. Neben dem extrem breiten Fahrzeug zum Aufbringen der neuen Asphaltdecke muss noch ein Meter Sicherheitsabstand eingeplant werden. „Dadurch bleibt uns zu wenig Platz, um den Verkehr mithilfe einer Ampelregelung einspurig an der Baustelle vorbeizuleiten.“ Brockmann weiter: „Wir sind also durch das Gesetz hier zur Vollsperrung gezwungen.“

 Ein „kleiner Trost“, so der Behördenchef weiter, sei die kürzere Bauzeit. Denn die Vollsperrung ermögliche das Abarbeiten dieses Abschnitts der Fahrbahn in einem Stück. „Das dauert rund 14 Tage, die Alternative der stückweisen halbseitigen Sperrung hätte acht Wochen in Anspruch genommen.“

 Den Autofahrern stehen zwei Umleitungsstrecken zur Verfügung – eine über Lüdersfeld, die andere über Blyinghausen. Die nördliche Schleife führt über fast zehn Kilometer. Kürzere Alternativen gebe es nicht, erläuterte Birgit Maiwald von der Verkehrsbehörde des Landkreises: „Denn wir dürfen für Umleitungsverkehr einer Bundesstraße keine Gemeindestraßen nutzen.“ Dass die Umleitungsstrecken in Breite und Ausbauzustand mit Blick auf die derzeitige Belastung etwa durch Lkw- und Busverkehr alles andere als optimal sind, räumte Maiwald ein. „Die Situation ist nicht sehr glücklich“, gesteht auch Brockmann ein: „Wir haben vorher gesehen, dass es schwierig wird.“ Um die Unbilden zu minimieren, habe man die Bauarbeiten in die Herbstferien gelegt: „Da fahren zumindest keine Schulbusse, und es gibt insgesamt etwas weniger Verkehr.“ Maiwald warnte vor der Nutzung von Schleichwegen. Die sogenannten Gemeindeverbindungsstraßen seien für die Nutzung des allgemeinen Durchgangsverkehrs erkennbar verboten.

 Für reichlich Durcheinander haben am Montag unvollständige Ausschilderungen gesorgt. Zwar waren die Umleitungstrecken durch „U“-Schilder gekennzeichnet. Auf den großformatigen Schildern waren jedoch die normalen Strecken zu den Zielen Bad Nenndorf und Hannover (Bild, an St. Annen) beziehungsweise Bückeburg und Minden nicht durchgestrichen. Dadurch fuhren beispielsweise aus Richtung Stadthagen reihenweise Autofahrer in die Baustelle hinein, nur um unter der „Autobahn“-Brücke wieder umkehren zu müssen. „Das wird schnell nachgebessert“, versprach Maiwald und fügte hinzu: „Für weitere Verbesserungshinweise sind wir dankbar.“

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